Getriebe und Förderbänder

Sonderlösung zum Transport von Cellulose

Die Cellulosegewinnung ist ein weites Feld, dem sich der Förderbandspezialist Geppert-Band und der Antriebstechnikspezialist Ruhrgetriebe gemeinsam angenommen haben. Für einen Auftraggeber aus dem Bereich Biotechnologie haben beide eine Sonderlösung zum Transport von Cellulose entwickelt, die den heiklen Anforderungen bei ihrer Gewinnung gerecht wird.

Extrem langsam: Geppert-Band und Ruhrgetriebe realisieren eine spezielle Kundenanforderung aus dem Bereich Biotechnologie.

Papier ist geduldig, so sagt man, nichtsdestotrotz muss man bei seiner Produktion ebenfalls viel Geduld aufbringen, da die Cellulose, aus der Papier besteht, nur in einem aufwendigen Verfahren gewonnen werden kann. Eine ganze Reihe chemischer und mechanischer Schritte sind dafür notwendig. Was die mechanische Seite anbelangt, gibt es seit diesem Sommer zwei weitere Helfer für alle Biotechnologen. Einem speziellen Verfahren zur Cellulosegewinnung nahmen sich die Unternehmen Geppert-Band und Ruhrgetriebe an und mussten gleich zwei technische Lösungen zum Fördern der Cellulose finden.

Eine Umdrehung am Tag

Zum einen erfordert der Gewinnungsprozess, dass die Cellulosemoleküle in einer bestimmten Nährlösung lagern, um sich zu höheren Strukturen weiterentwickeln zu können. Deshalb müssen die Teile des Förderbands, die sich innerhalb des mit Flüssigkeit gefüllten Beckens befinden, unempfindlich gegen den dauerhaften Einfluss von Nässe sein. Dies wird durch die massive Edelstahlkonstruktion gewährleistet, denn auch die Achsen und Lager sind aus Stainless Steel gefertigt. Zum anderen verläuft die kontinuierliche Cellulosegewinnung, die durch die Fermentation bestimmter Bakterien entsteht, sehr langsam. Daraus ergibt sich eine extrem langsame Bandgeschwindigkeit. Eine präzise Einstellung der Laufgeschwindigkeit konnte daher erst vorgenommen werden, nachdem zusammen mit dem Produzenten die Prozessdauer exakt ermittelt worden war. Zwei Einstellungsvarianten für die Bandgeschwindigkeit wurden errechnet: 0,00069 m/min, was etwa einer Umdrehung am Tag entspricht, sowie 0,00025 m/min bei drei Umdrehungen täglich.

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Zur Erreichung der geforderten extrem geringen Drehzahl entwickelten die Ruhrgetriebe-Techniker eine Kombination aus vier Getrieben und einem Drehstrom-Motor, wobei jeder Radsatz einer Teilung der Drehzahl entspricht und so die komplette Motordrehzahl in vier Stufen untersetzt wird.

Nach der Fertigstellung des Förderbandes inklusive der Montage des modifizierten Motors wurde eine Versuchsanordnung mit Becken aufgebaut. Erst nach dem erfolgreichen Testdurchlauf in mehrtägigem Dauerbetrieb wurde das System zusammen mit den Motor- und Getriebekomponenten ausgeliefert. ee

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