Rapid.Tech 3D startet

Annina Schopen,

Erfurt wird zur Drehscheibe für additive Innovationen

Vom 13. bis 15. Mai dreht sich auf der Messe Erfurt alles rund um die additive Fertigung. Die Rapid.Tech 3D öffnet zum 21. Mal ihre Tore – und ist damit die älteste Fachveranstaltung in Deutschland, die sich ganz dem Thema Additive Manufacturing (AM) verschrieben hat.

Vom 13. bis 15. Mai öffnet in Erfurt wieder die Rapid.Tech 3D. © Christian Seeling

Mit dabei sind in diesem Jahr 71 Aussteller aus sieben Ländern, darunter Belgien, China, Frankreich, Italien, die Schweiz, die USA und natürlich Deutschland. Neben internationalen Schwergewichten wie 3D Systems, Linde und Stratasys zeigen auch Thüringer Mittelständler sowie Hochschulen und Forschungseinrichtungen wie Portec, die Ernst-Abbe-Hochschule und das TITK, was in Sachen 3D-Druck möglich ist.

Auf dem Fachkongress kommen 73 Expertinnen und Experten aus Industrie und Forschung zu Wort – aus Deutschland und weiteren Ländern wie Dänemark, Großbritannien, den Niederlanden, Polen, der Türkei und der Schweiz. Im Ausstellerforum präsentieren zudem 25 Referent:innen spannende Praxisbeispiele und neue Anwendungen.

Zukunftstrends zwischen Erde und Mond

Unter dem Motto „Innovativ und profitabel – Die Zukunft der additiven Fertigung“ wird gezeigt, wie breit der 3D-Druck heute aufgestellt ist – von effizienten Produktionslösungen für den Alltag bis hin zu visionären Projekten im Weltraum. Ein Highlight: Wie sich Bauteile durch Trockeneisstrahlen wirtschaftlicher fertigen lassen. Oder wie sich mit 3D-gedrucktem Mondgestein sogar Basisstationen auf dem Mond errichten lassen.

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Zu den Programmhighlights zählen die Keynotes von Fachleuten von MTU Aero Engines, dem BWT Alpine Formula One Team, Roland Berger und Turkish Aerospace. Acht Anwenderforen sowie das qualitätsgeprüfte AM-Wissenschaftsforum bieten vertiefende Einblicke in verschiedene Themenfelder.

Ganz neu im Programm: die Foren „Energie & Wasserstoff“ sowie „Elektronik & Komponenten“, die den steigenden Bedarf an AM-Lösungen in der Energie-, Elektro- und Militärtechnik aufgreifen. Weitere Themen reichen von Luft- und Raumfahrt über Mobilität, Medizin und KI bis hin zu Design. Branchenverbände wie der VDMA Additive Manufacturing, Dechema und 3-D MID bringen zudem ihre Expertise zu AM, Robotik, Chemie und Verfahrenstechnik ein.

Kongress trifft Praxis

Besucher:innen dürfen sich auf eine noch engere Verzahnung von Vorträgen und Ausstellung freuen: Was im Kongresssaal präsentiert wird, lässt sich in der Halle live erleben – oft zum Anfassen. Dafür sorgen nicht nur die Ausstellerstände, sondern auch spezielle Netzwerkformate wie die „Technical Deep Dives“, die Expertentische und die AM Science Poster Session.

3D Pioneers Challenge: Ein Jahrzehnt Innovation

Ein fester Programmpunkt ist auch dieses Jahr die 3D Pioneers Challenge (3DPC). Zum zehnten Jubiläum wird es besonders spannend: Frühere Gewinner und Finalisten konnten sich erneut bewerben – mit dem Ziel, „Pionier der Dekade“ zu werden. 33 Teams aus aller Welt haben es ins Finale geschafft. Die Palette reicht vom ersten 3D-gedruckten Herz aus Stammzellen aus Israel über eine AM-Technologie für Schwerelosigkeit aus der Schweiz bis hin zu musikalisch inspirierten Skulpturen aus dem 3D-Drucker aus Österreich.

Zeitgleich zur Rapid.Tech 3D findet am 13. und 14. Mai erstmals die Quantum Photonics statt. Additive Fertigung und Quantentechnologien – zwei Zukunftsfelder mit vielen Schnittstellen. Die gemeinsame Plattform bietet viel Potenzial für neue Impulse und Synergien.

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