Lenbach Equity Opportunities III
Trumpf verkauft 3D-Druck-Geschäft
Der auf Unternehmensausgliederungen spezialisierte LEO III Fund übernimmt das Additive-Manufacturing-Geschäft von Trumpf im Bereich Laser Metal Fusion. Die neue Einheit soll unter neuer Marke zum internationalen Technologieführer im metallischen 3D-Druck ausgebaut werden.
Der Private-Equity-Fonds Lenbach Equity Opportunities III (LEO III Fund), beraten von der Dubag Gruppe und spezialisiert auf Unternehmensausgliederungen, übernimmt das Additive-Manufacturing-Geschäft von Trumpf. Konkret geht es um den Bereich Laser Metal Fusion (LMF), bzw. Powder Bed Fusion (PBF/LPBF). Der Bereich Laser Metal Deposition scheint bei Trumpf zu bleiben.
Die neue Firma wird künftig vom bisherigen Entwicklungs- und Produktionsstandort in Schio, Italien, aus geführt. Auch die Teams in Ditzingen (Deutschland) und Plymouth (USA), die bisher für das 3D-Druck-Geschäft zuständig waren, sollen komplett übernommen werden – inklusive aller Arbeitsverhältnisse.
Übergangsweise bleibt der bekannte Markenauftritt mit „Trumpf“ und „TruPrint“ bestehen. Nach dem Abschluss der Übernahme wird das Unternehmen dann Schritt für Schritt unter neuem Namen und mit eigener Marke auftreten.
Die neue Unternehmensgruppe will sich als internationaler Technologieführer im metallischen 3D-Druck positionieren – mit einem klaren Fokus auf ganzheitliche Lösungen, die über die reine Maschinenlieferung hinausgehen: von der Applikationsberatung über Prozessentwicklung und Automatisierung bis hin zur Integration in bestehende Produktionsketten.
Durch die Ausgliederung sollen interne Abläufe gestrafft werden, um schneller und gezielter auf die Anforderungen der Kunden weltweit reagieren zu können. Im Visier sind vor allem OEMs und deren Zulieferer in der Luft- und Raumfahrt sowie der Medizintechnik. Aber auch spezialisierte Lohnfertiger, die sich auf die industrielle Serienproduktion im Metall-3D-Druck fokussieren, stehen im Fokus. Die künftige Marktstrategie richtet sich auf vier Hauptbranchen aus: Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Dentaltechnik und die allgemeine Industrie.
Sebastian Stalter, Director bei der Dubag Gruppe, kommentiert: „Wir sind sehr stolz, von einem familiengeführten Hochtechnologieunternehmen wie Trumpf das Vertrauen erhalten zu haben und als Partner in einem kompetitiven M&A-Prozess ausgewählt worden zu sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem Management und den Mitarbeitenden in Schio, Ditzingen und Plymouth. Gemeinsam wollen wir einen führenden, innovativen Lösungsanbieter im Bereich des metallischen 3D-Drucks etablieren.“
Matthias Himmelsbach, Geschäftsführer Additive Manufacturing bei Trumpf, ergänzt: „Wir begrüßen den von der Dubag Gruppe beratenen LEO III Fund als neuen Eigentümer unseres Additive Manufacturing Geschäfts. Mit der Dubag Gruppe haben wir einen Partner gefunden, mit dem wir unser Produkt- und Beratungsportfolio fokussiert weiterentwickeln, Wachstumschancen nutzen und erfolgreich in eine nachhaltige Zukunft führen können.“
Der Vollzug der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der relevanten Behörden sowie der Erfüllung aller vertraglich vereinbarten Bedingungen.









