Zerspanen
Insert- und Outsert-Techniken
sind beim Spritzgießen von Verbundbauteilen aus Metallen und Kunststoffen für kleine Elektrogeräte gut bekannt. Siebenwurst hat dieses Verfahren nun auch bei großen Funktionsteilen angewandt und ein entsprechendes Hybrid-Spritzgießwerkzeug für den Montageträger im Frontend des Audi A4 gebaut. Dieses Bauteil erhält durch einen integrierten Stahlträger eine so hohe Torsions- und Biegesteifigkeit, wie sie auch mit einem mit Langglasfasern verstärkten Kunststoff nicht zu erreichen wäre.
Der aus Stahlblech geformte und gestanzte Träger wird in das Werkzeug eingelegt und anschließend mit einem Polyamid PA6 mit 30 Prozent Anteil an Glasfasern GF30 umspritzt. Das Umspritzen von Metallteilen mit Kunststoff erlaubt bei hoher Bauteilsteifigkeit die Integration vielfältiger Funktionen ebenso wie eine hohe Gestaltungsfreiheit. Eigenschaften, die im Automobilbau ebenso gefragt sind wie bei Haushaltsmaschinen, Motorrädern und anderen Fahrzeugen.
Beim Bau solcher Hybrid-Spritzgießwerkzeuge müssen die Umform- und Stanzwerkzeuge für die Metallteile exakt auf das Spritzgießwerkzeug abgestimmt werden. Denn die Teile sollen sich in einem automatisierten Ablauf zuverlässig und passgenau in das Spritzgießwerkzeug einlegen lassen. Die Metallteile dürfen zudem während langer Nutzungszeiten keinen Verschleiß im umgebenden Kunststoff verursachen. Beispielsweise könnten die verformten Bereiche der Metalle durch ihr unterschiedliches Rückfederungsverhalten die ursprüngliche Stanzkontur leicht verändern. Das klingt stark nach notwendigen umfassenden Erfahrungswerten, die Sie bei den Leuten aus dem Altmühltal vorfinden werden.rm




