Zerspanen

Adieu Funkenmarie

Metallbauer kennen das Problem: Werkstücke unterschiedlicher Größe sind zeichnungskonform erstellt, d.h. abgelängt, zusammengefügt, oberflächenbearbeitet. Nur eines stört: der Grat an den Materialkanten.

Die verbreitete, herkömmliche Lösung: Einsatz eines Winkelschleifers in Verbindung mit Schrupp- oder Fächerschleifscheiben. Oder aber das Werkstück – sofern transportabel – wird mittels eines stationären Bandschleifgerätes oder eines Schleifbockes entgratet.

Das Ergebnis dient in der Regel lediglich dazu, die Verletzungsgefahr beim Kontakt mit den oft improvisiert entschärften Kanten zu vermindern. Der Funkenflug bei den vorgenannten Arbeitsweisen ist unvermeidbar. Weiterhin steht der stationäre Bandschleifer oder Schleifbock oft entfernt vom Arbeitsplatz, ist außerdem fest installiert und somit nicht flexibel einsetzbar. Zudem gleicht kaum eine bearbeitete Kante der anderen.

Mit den neuen Gerätereihen KFH und KFT des Herstellers Alfra werden diese Nachteile ausgeschlossen. Die Kantenfräsen arbeiten mit Motoren mit relativ hoher Drehzahl (10.000 min-1) als Basisantrieb der verschiedenen Modelle. Über einen Standard-Spannhals werden Fräser mit Schaftdurchmesser 8 oder 12 mm gespannt. Das Werkzeug wird fast ausschließlich 90° zur Maschinenspindel belastet.

Je nach Anwenderwunsch kann man auf ein Handmodell oder ein Tischmodell zurückgreifen. Unterschiedliche Modelle gehen dabei auf verschiedene Anforderungen bezüglich Form und vor allem Breite der gewünschten Fase ein.

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Selbst für die Schweißnahtvorbereitung sind Maschinen konzipiert – mit dem Vorteil, dass sie auch hier anderen Methoden wie z.B. Nibblern oder mit Wendeplatten bestückten Geräten aufgrund ihres geringen Gewichtes, vor allem aber wegen der hervorragenden Fasen-oberfläche, überlegen sind.

Die das Fräswerkzeug belastenden Querkräfte werden durch eine spezielle Antriebswellenlagerung kompensiert. Ob Stahl, Edelstahl, NE-Metalle - selbst Holz lässt sich nach diesem Prinzip entgraten, da die Wahl des Fräswerkzeuges passend zum Material erfolgt. hs

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