Zerspanen

Auf Kollissionskurs

ist manch teure Hightech-Werkzeugmaschinen bei der Bearbeitung. Dreh-Fräs-Zentren oder Fünf-Achsen-Maschinen versprechen eine sehr effiziente Bearbeitung. Allerdings wird es für den Maschinenbediener immer schwieriger, der schnellen und komplexen Bearbeitung zu folgen. Ein von Hand ausgelöster Stopp bei drohender Kollision ist so gut wie unmöglich. Fanuc GE – das Unternehmen hat sich im September von GE Fanuc umbenannt – hat für die CNC-Steuerungen der Serien 30i/31i Model A die Funktion 3D Interference Check entwickelt, die Maschinenkollisionen vermeiden hilft. Weiterentwicklungen der Konfigurationssoftware, dem so genannten Setting Tool, lassen jetzt auch den Datenaustausch mit CAD-Systemen zu.

Mit dem Setting Tool zum 3D Interference Check kann der Maschinenhersteller – und wenn gewünscht auch der Maschinenbediener – alle kollisionsgefährdeten Bereiche (wie Werkzeugkopf, Werkstück, Tisch und Spannvorrichtungen) mit Hilfe von geometrischen Figuren definieren. Diese „Hüllelemente“ stellen quasi eine Tabuzone dar. Die CNC-Steuerung beachtet die räumlichen Informationen zusammen mit den aktuellen Werkzeugdaten bei der Berechnung der Achsbewegungen und beugt sicher möglichen Kollisionen vor. Der letzte Interpolationsschritt vor einem definierten Hüllkörper wird nicht durchgeführt – die Maschine stoppt.

Das unter den Betriebssystemen Windows 2000 / XP / Vista lauffähige Setting Tool erleichtert dem Anwender die Definition der kollisionsgefährdeten Objekte, indem es den Datenaustausch mit 3D CAD-Systemen unterstützt. Über eine IGES-Schnittstelle können die gewünschten CAD-Elemente auf den PC geladen und im Setting Tool für die Kollisionsüberwachung aufbereitet werden. Über Ethernet oder Hochgeschwindigkeitsbus wird der komplette Interference Check auf die CNC-Steuerung übertragen.

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Auf dem gleichen Weg meldet die CNC-Steuerung die Positionsdaten des Interference Checks in Echtzeit an das Setting Tool zurück, das alle Bewegungen 3D-animiert darstellt. Mögliche Kollisionen werden außerdem in Klartext angezeigt.

Kommt es während des Fräsens zum Maschinenstopp aufgrund einer rechtzeitig erkannten Kollisionsgefahr, ist es dem Maschinenbediener möglich – bei weiterhin aktiver Überwachung – die betroffenen Achsen manuell zurückzufahren. So wird die Kollision sicher vermieden, selbst wenn er aus Versehen den falschen Knopf drücken sollte. hs

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