Maschinenbauer bleibt zuversichtlich

Manz meldet stagnierende Umsätze im 1. Quartal

Maschinenbauer Manz hat den Finanzbericht zum ersten Quartal 2015 veröffentlicht. Demnach lagen die Umsätze zwar mit 54,0 Mio. EUR etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 54,2 Mio. EUR), konnten die Erwartungen des Vorstands jedoch nicht vollständig erfüllen.

Die Manz AG in Reutlingen wurde 1987 gegründet. Das Unternehmen verfügt über Kompetenz in sieben Technologiefeldern: Automation, Messtechnik, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Nasschemie, Drucken und Beschichten sowie Roll-to-Roll-Prozesse. Diese Technologien werden von Manz in den drei strategischen Geschäftsbereichen „Electronics“, „Solar“ und „Energy Storage“ eingesetzt und weiterentwickelt.

Mit dem ersten Quartalsabschluss 2015 wurde eine teilweise Neugliederung und -bezeichnung der strategischen Geschäftsbereiche vorgenommen: Die größte Veränderung besteht darin, dass „Electronics“ und „Energy Storage“ die Bereiche „Display“ und „Battery“ ersetzen.

Erwartungsgemäß war der Start ins Jahr 2015 maßgeblich geprägt durch die Volatilität und den zyklischen Charakter der Wachstumsmärkte auf denen die Manz AG aktiv ist. Die üblich niedrigen Auftragseingänge im Schlussquartal 2014 wirkten sich entsprechend auf die aktuelle Umsatz- und Ertragssituation aus: Die Umsätze im ersten Quartal 2015 lagen zwar mit 54,0 Mio. EUR etwa auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 54,2 Mio. EUR), konnten die Erwartungen des Vorstands jedoch nicht vollständig erfüllen. Intensivierte Vertriebsaktivitäten sowie die erfolgreiche Integration der Manz Italy im vergangenen Jahr führten im Berichtszeitraum zu erhöhten Aufwendungen im Jahresvergleich. Diese Entwicklung wurde teilweise durch nachteilige Währungsumrechnungseffekte im Zusammenhang mit den asiatischen Tochtergesellschaften verstärkt. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug infolge -6,4 Mio. EUR im ersten Quartal 2015 (Vorjahr: 0,2 Mio. EUR); das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug -9,4 Mio. EUR nach -5,7 Mio. EUR im Vorjahr.

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Potential für weiteres Wachstum

Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Manz AG, kommentiert: „Erwartungsgemäß ist unser erstes Quartal maßgeblich durch den niedrigen Auftragseingang im letzen Quartal 2014 geprägt. Hinzu kam die Verschiebung einiger Großaufträge, die so nicht mehr zum Umsatz der ersten drei Monate beitragen konnten – allerdings werden diese Projekte in den Folgequartalen positiv zu Buche schlagen. Angesichts eines Auftragsbestands von derzeit rund 92 Mio. EUR sind wir daher für das Gesamtjahr unverändert zuversichtlich. Nicht nur die Auftragssituation im Geschäftsbereich Energy Storage entwickelt sich sehr dynamisch. Auch in unseren strategischen Zielbranchen Electronics und Solar sehen wir kurzfristig großes Potential für weiteres Wachstum.“

Im Berichtszeitraum 2015 entfiel der größte Umsatzanteil mit 19,3 Mio. EUR bzw. 35,8% (Vorjahr: 29,6 Mio. EUR bzw. 54,7%) auf den Geschäftsbereich Electronics. Der Solar-Bereich erwirtschaftete im ersten Quartal 2015 rund 6,9 Mio. EUR bzw. 12,8% des Gesamtumsatzes der Manz AG (Vorjahr: 2,4 Mio. EUR bzw. 4,5%). Der dritte Geschäftsbereich Energy Storage trug mit Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren 16,5 Mio. EUR bzw. 30,6% zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 1,2 Mio. EUR bzw. 2,3%). Für einen Umsatzbeitrag in Höhe von 8,7 Mio. EUR bzw. 16,2% zeichnete das Berichtssegment Contract Manufacturing verantwortlich (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR bzw. 27,3%). Im ersten Quartal 2015 summierte sich der Umsatz im Berichtssegment Others auf 2,5 Mio. EUR nach 6,1 Mio. EUR im Vorjahrszeitraum; dies entspricht einem Umsatzanteil von 4,6 % (Vorjahr: 11,2%).

Ausblick auf 2015

Angesichts der positiven Aussichten in den für die Manz AG relevanten Zielmärkten sieht der Vorstand gute Entwicklungschancen für alle drei strategischen Geschäftsbereiche. Nach der erfolgreichen Kapitalerhöhung Ende April 2015 verfügt der Reutlinger Hightech-Maschinenbauer mit liquiden Mitteln in Höhe von rund 62 Mio. EUR über ausreichend finanziellen Spielraum, um Wachstumschancen konsequent nutzen zu können. Die für das Geschäftsjahr 2015 aufgestellte Prognose mit einem Umsatz zwischen 320 Mio. EUR und 340 Mio. EUR bei einem deutlich positiven EBIT bestätigt das Unternehmen entsprechend. kf

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