Interview
Höhere Präzision und Effizienz
Im Gespräch mit Chefredakteur Andreas Mühlbauer erläutert Supfina-Geschäftsführer Christoph Siegel unter anderem, welchen Einfluss Automatisierung und Digitalisierung auf die Branche der Metallbearbeitung haben und wie neue Materialien die Oberflächentechnik optimieren.
Metallbearbeitung ist heute ohne Automatisierung nicht mehr denkbar. Wie hat die Digitalisierung die Entwicklung Ihrer Produkte verändert? Und wie wirkt sich dies auf die Endprodukte aus – im Hinblick auf Produktivität sowie Qualität und Präzision?
Die Digitalisierung hat den Maschinenbau revolutioniert und ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Produktentwicklungsprozesse. Durch den Einsatz von CAD/CAM-Systemen (Computer-Aided Design und Computer-Aided Manufacturing) können wir komplexe Teile präziser und effizienter entwerfen und fertigen. Diese Systeme ermöglichen eine nahtlose Integration von Design- und Fertigungsprozessen.
Digitale Simulationen und virtuelle Prototypen ermöglichen es uns, Entwürfe zu testen und zu optimieren, bevor sie in die Produktion gehen. Dies reduziert Fehler und Nacharbeit erheblich.
Wie wirkt sich dies auf die Endprodukte aus – im Hinblick auf Produktivität sowie Qualität und Präzision?
Die Digitalisierung hat natürlich auch Auswirkungen auf unsere Endprodukte. Die Automatisierung und Digitalisierung haben die Produktionsgeschwindigkeit erheblich erhöht. Maschinen arbeiten rund um die Uhr und erfordern weniger manuelle Eingriffe, was die Durchlaufzeiten verkürzt und die Produktionskapazität erhöht.
Automatisierte Systeme gewährleisten eine gleichbleibend hohe Qualität und Präzision der Endprodukte. Fehler, die durch manuelle Eingriffe entstehen könnten, werden minimiert. Sensoren und Überwachungssysteme ermöglichen eine kontinuierliche Qualitätskontrolle während des gesamten Produktionsprozesses.
Was wird sich in der Oberflächenbearbeitung in den kommenden Jahren voraussichtlich verändern, und wie schätzen Sie den Markt künftig ein?
In den kommenden Jahren wird sich die Oberflächenbearbeitung durch technologische Innovationen und Markttrends erheblich verändern. Wir erwarten eine verstärkte Nutzung von Automatisierung und Robotik, was zu höherer Präzision und Effizienz führt. Des Weiteren wird die autonome Fertigung mit selbstständigem Werkzeug- und Chargenwechsel eine zentrale Rolle einnehmen. Fortschritte in der Materialwissenschaft werden neue, widerstandsfähige Beschichtungen ermöglichen, und additive Fertigungstechniken (3D-Druck) werden komplexe Geometrien und maßgeschneiderte Oberflächen schaffen.
Die Digitalisierung und Vernetzung durch Smart Manufacturing und IoT werden die Prozessüberwachung verbessern, während digitale Zwillinge virtuelle Simulationen und Optimierungen ermöglichen. Ein stärkerer Fokus auf umweltfreundliche Verfahren und Recycling wird die Nachhaltigkeit erhöhen.
Der Markt wird durch das Wachstum in aufstrebenden Branchen wie Elektromobilität, Luft- und Raumfahrt sowie Medizintechnik geprägt. Gleichzeitig wird der globale Wettbewerb intensiver, was Innovation und Kosteneffizienz erfordert. Wir setzen auf diese Trends, um unsere Marktposition zu stärken und unseren Kunden innovative, nachhaltige und hochpräzise Lösungen zu bieten.
Supfina, http://www.supfina.com









