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Artikel und Hintergründe zum Thema

Fertigung kleiner Serien

Andreas Mühlbauer,

Automation für High Mix

Markenunabhängige Multi-Batch-Automatisierung steigert Auslastung, senkt Fehlerquoten und macht die Fertigung kleiner Serien planbarer und wirtschaftlicher.

Mit 3D-gedruckten Einlagen ermöglicht die Platinum-Serie auch die Automatisierung komplex geformter Guss- und Schmiedeteile. © BMO

Angesichts von Fachkräftemangel und wachsender Variantenvielfalt in der Zerspanung rückt die Automatisierung kleiner Serien und Einzelteile stärker in den Fokus. Frank Biemans, Gründer und CEO von BMO Automation, sagt: "Wir sehen regelmäßig, dass Zerspanungsunternehmen ins Stocken geraten, weil die Automatisierung zu stark an eine bestimmte CNC-Maschinenmarke gebunden ist oder weil die Systeme technisch komplex sind, ohne einen praktischen Nutzen zu bieten. Mit der Platinum-Serie zeigen wir, dass Automatisierung nicht nur technisch möglich ist, sondern vor allem Ruhe, Übersicht und eine höhere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten bringt." Die Platinum-Serie wurde seit 2013 auf Basis praktischer Kundenerfahrungen kontinuierlich optimiert und zu einer stabilen Lösung ausgebaut, die mit veränderten Produktionsanforderungen mitwächst.

Zerspanungsunternehmen stehen vor häufigen Wechseln kleiner Serien und manuellen Anpassungen von Spannvorrichtungen und Materialien. Die Platinum-Serie begegnet dem mit dem Multi-Batch-Ansatz: Tagsüber stellt der Fachmann sicher, dass das erste Werkstück jeder Serie perfekt gefertigt wird, nachts produziert der Roboter die restlichen Serien unbemannt nacheinander. Mehrere Serien lassen sich so ohne ständige Betreuung abschließen – mit weniger Fehlern, kürzeren Durchlaufzeiten und mehr Spindelstunden bei gleicher Personalstärke. "Zerspanungsunternehmen sehen sich zunehmend mit einer Automatisierung konfrontiert, die vollständig auf einer einzigen CNC-Maschinenmarke basiert", sagt Biemans. Was zunächst übersichtlich wirkt, führt oft zu Abhängigkeiten. Die Platinum-Serie ist daher marken- und typunabhängig. Unternehmen können CNC-Maschinentyp oder -marke wechseln oder eine zweite Maschine anbinden, ohne die Automatisierung neu anschaffen oder erlernen zu müssen.

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Lösungen für alltägliche Hindernisse

Eine Hürde sind komplexe Bauteile wie Guss- oder Schmiedeteile. BMO setzt hier auf 3D-gedruckte, produktspezifische Einlagen, sodass der Roboter Werkstücke sicher greifen und präzise einsetzen kann. Auch menschliche Fehler beim Einrichten von Spannvorrichtungen werden berücksichtigt. Das BMO Backenwechsel-Modul wechselt automatisch die passenden Fräs- oder Drehbacken je Serie und verhindert so unbeabsichtigte Anpassungen.

Alle Roboterzellen basieren auf einer gemeinsamen Softwareplattform mit identischen Tasten, Logiken und Abläufen. Anwender müssen nur eine Arbeitsweise erlernen, was Schulungsaufwand reduziert, Bedienfehler vermeidet und den flexiblen Personaleinsatz erleichtert. Neue Funktionen werden per Update für das gesamte Portfolio bereitgestellt.

Vorhersehbare Produktion

Werkzeugverschleiß oder fehlende Werkzeuge können unbemannte Fertigung gefährden. Das Tool Life Management der BMO-Software überwacht Standzeiten und sorgt für planbare Abläufe auch nachts und am Wochenende. Damit wird die Automatisierung vom technischen Experiment zum strategischen Instrument. Der Anschluss von zwei CNC-Maschinen an eine Platinum-Roboterzelle halbiert die Investition pro Maschine und macht High-Mix-Automatisierung wirtschaftlich attraktiv. "Mit der Platinum-Serie zeigt BMO, dass es darum geht, Übersicht zu schaffen und Schwachstellen zu beseitigen, damit die Arbeit vorhersehbar wird und Fachkräfte sich auf ihr Handwerk konzentrieren können", sagt Biemans.

BMO Automation, www.bmoautomation.nl/de

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