Berufs-WM in Leipzig
Josef Hasler-Azubi holt Bronze mit Ausdrehköpfen von Kaiser
Pascal Sieber, Azubi bei der Josef Hasler Maschinenbau AG, gewann im Jahr 2013 Bronze bei der Berufsweltmeisterschaft in Leipzig. Sein Trainingsplan bestand darin, hochpräzise Teile für das Projekt "BIG 5" des Junior-Chefs Michael Hasler zu fertigen - und ihn so bei der Jagd nach Podestplätzen bei Rennen ferngesteuerter Autos zu unterstützen.
Wenn 1.000 Wettkämpfer in 50 Disziplinen vor 200.000 Zuschauern um Medaillen kämpfen, dann sind Berufsweltmeisterschaften. Die letzte Ausgabe fand im Sommer 2013 in Leipzig statt. Pascal Sieber erinnert sich gerne daran zurück. Der frisch ausgelernte Polymechaniker durfte die Schweiz in der Disziplin CNC-Fräsen vertreten, weil er kurz zuvor den Schweizermeister-Titel in derselben Disziplin gewonnen hatte. Mit dem Ziel, "in der vorderen Hälfte des Klassements zu landen" reiste er nach Deutschland, und mit der Bronzemedaille im Gepäck wieder zurück.
Das Spitzenresultat des 21-Jährigen schlug nicht nur in seinem Lehrbetrieb, der J.Hasler AG in Hinterforst, hohe Wellen, denn in der Disziplin CNC-Fräsen gewann die Schweiz in der Vergangenheit sehr selten Edelmetall. Grund dafür ist die asiatische Übermacht, wo die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften äußert akribisch erfolgt. Parallel dazu erhöhen sich auch die Anforderungen an die Teilnehmer stetig. Im Fall von Pascal Sieber bedeutete dies: Innerhalb von kurzer Zeit eine Zeichnung zu interpretieren, das Programm für die CNC-Maschine zu schreiben und verschiedene Frästeile zu produzieren. Trotz Zeitdruck galt es ihm, ruhig zu bleiben, denn die Werkstücke mussten mit höchster Präzision hergestellt werden.
Pascal Sieber war bereits der vierte Azubi in der Geschichte der J.Hasler AG, welcher sich für die WM qualifiziert hatte. Firmeninhaber Josef Hasler gesteht den Berufsweltmeisterschaften einen enorm hohen Stellenwert zu: "Sechs Monate vor der WM nahm ich Pascal aus dem Produktionsprozess." Um optimale Trainingsbedingungen zu schaffen, wurde extra die CNC-Maschine angeschafft, mit welcher an der WM geabeitet wurde. Sieber legte großen Wert darauf, die optimalen Zerspanungswerkzeuge zu finden. Seine Wahl fiel unter anderem auf die neuen digitalen Ausdrehköpfe EWD von KAISER. "Dank der großen Digitalanzeige können Bohrungen schnell und auf 0.001 mm genau hergestellt werden", weiss Sieber. Gelegenheit, mit dem EWD zu üben, hatte er ausgiebig. Denn statt nutzlosen Übungsteilen bestand sein Trainingsplan darin, hochpräzise Teile für das Projekt "BIG 5" des Junior-Chefs Michael Hasler zu fertigen - und ihn so bei der Jagd nach Podestplätzen bei Rennen ferngesteuerter Autos zu unterstützen.
Seinen Ursprung hat das Projekt BIG 5 im Jahr 2010. Michael Hasler begann mit einem kleinen Team mit der Entwicklung eines eigenen Modellrennfahrzeuges im Maßstab 1:5. In einem ersten Schritt wurden 5 Prototypen gebaut. Kurze Zeit später bestanden diese Fahrzeuge sogleich die Feuertaufe auf verschiedenen Rennstrecken in der Schweiz und Europa. Mit den gewonnenen Erkenntnissen drängte sich eine Optimierung des Prototypen auf. Zu diesem Zeitpunkt kam Pascal Sieber ins Spiel: "Die über 100 Frästeile des überarbeiteten Prototypen erforderten allerhöchste Ansprüche an Präzision", weshalb es sich dabei um ausgezeichnete Übungsteile im Hinblick auf die WM gehandelt habe, sagt Michael Hasler. "Jede Bohrung wurde mit dem EWD von KAISER mit engsten Toleranzen hergestellt." Das sei notwendig, um die Fahrwerkgeometrie und die Aufhängungen auf den Millimeter genau einstellen zu können. "Der Fahrer hat so die Möglichkeit, den Wagen auf seine Bedürfnisse und die jeweilige Strecke abzustimmen." Angetrieben wird das Modell von einem 6 PS starken 2-Taktmotor, der den Wagen blitzschnell auf eine Geschwindigkeit von über 100 km/h katapultiert.
Der neue BIG 5 beeindruckte in der ersten Saison 2013 durch enorme Rennperformance. Hessel Roskam, einer der besten Fahrer weltweit, gewann mit der Rakete aus dem Rheintal die Bronze-Medaille an den Europameisterschaften 2013. Michael Hasler sieht aber immer noch Luft nach oben: "Wir machen weiter, bis wir das perfekte Produkt haben." kf









