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ZVEI: Elektroindustrie 2012 mit drittem Exportrekord in Folge

2012 hat die deutsche Elektroindustrie ein neues Rekordergebnis beim Export eingefahren. Zwar blieben die Ausfuhren der zweitgrößten deutschen Industriebranche im 4. Quartal 2012 mit 40,3 Mrd. Euro um 2 % unter ihrem Vorjahreswert. Im Gesamtjahr konnten die Branchenexporte aber trotz des schwierigen internationalen Umfelds um 2 % auf ein Rekordhoch von 160,1 Mrd. Euro zulegen.

"Dies ist bereits der dritte Jahresrekord in Folge," erklärt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann.

Die Importe elektrotechnischer und elektronischer Erzeugnisse nach Deutschland beliefen sich im Schlussquartal 2012 auf 35,9 Mrd. Euro - ein Minus von 5 % gegenüber Vorjahr. Im gesamten vergangenen Jahr waren sie mit 138,6 Mrd. Euro 0,2 % höher als 2011.

Größter Abnehmer deutscher Elektroexporte waren 2012 die USA. Die Ausfuhren dorthin sind um sieben Prozent auf 13,1 Mrd. Euro gestiegen, was acht Prozent der gesamten Exporte entspricht. "Seit Anfang 2010 sind die Ausfuhren in die sich mehr und mehr re-industrialisierenden USA um die Hälfte gewachsen", unterstreiht Gontermann.

Die Exporte nach China betrugen 2012 11,9 Mrd. Euro - ein Plus von einem Prozent. Damit rangiert die Volksrepublik jetzt an zweiter Position. Heute gehen sieben Prozent aller deutschen Elektroausfuhren nach China, 2000 waren es erst zwei Prozent. Nach einem schwachen ersten Halbjahr legten die Exporte nach China im vierten Quartal 2012 aber wieder deutlich zu. Hier stiegen sie um acht Prozent gegenüber Vorjahr.

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Nach Frankreich sind die Branchenexporte vergangenes Jahr um sechs Prozent auf 11,7 Mrd. Euro zurückgegangen. "Damit ist das Land im Ranking vom Spitzenplatz auf Rang 3 gefallen", so Gontermann. Lag der französische Anteil an den gesamten Ausfuhren 2000 noch bei zehn Prozent, so beträgt er aktuell sieben Prozent.

Die Elektroexporte nach Europa, das immer noch acht der Top-Ten-Abnehmer stellt, sind 2012 um ein Prozent auf 103,7 Mrd. Euro, und die Ausfuhren in den Euroraum um 5 % auf 52,6 Mrd. Euro gesunken.

Im Geschäft mit Südostasien und Lateinamerika gab es dagegen ein Plus von 7 % auf 25,6 Mrd. Euro bzw. von vier Prozent auf 4,3 Mrd. Euro.

Die Exporterwartungen der Elektrounternehmen sind im Februar dieses Jahres - per Saldo - gestiegen. Sie befinden sich damit jetzt auf dem höchsten Stand seit knapp einem Jahr. "In Einklang mit dem vom ZVEI erwarteten Produktionswachstum der Elektroindustrie von 1,5 % dürften die Branchenexporte 2013 wiederum in einer Größenordnung von zwei bis drei Prozent zulegen", so Gontermann. kf

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