Interview: Produkte des Jahres

Andreas Mühlbauer,

Wachsende Komplexität bei der Produktentwicklung

Im Dezember stellt INDUSTRIAL Production die Nominierten für die Produkte des Jahres vor. Auch Wiferion hat sich mit einem Produkt beworben. Was die Motivation dafür war und worauf das Unternehmen seinen Fokus bei Produktentwicklungen legt, erklärt Kamil Kascha, Marketing Wiferion, im Interview.

© Wiferion

Was hat Sie motiviert, mit Ihrem Produkt am Wettbewerb Produkte des Jahres 2025 teilzunehmen?

Wiferion hat das CW1000 für den Wettbewerb Produkte des Jahres 2025 eingereicht, da es eine maßgeschneiderte Lösung für kleine Roboter darstellt. Mit der steigenden Nachfrage nach flexiblen, leistungsstarken Ladelösungen für kleinere autonome mobile Roboter (AMR) wurde das CW1000 als Weiterentwicklung konzipiert. Es ist 36 % kleiner als das 3-kW-System und besonders für enge Bauweisen geeignet, da es nur ein Modul zur Integration benötigt. Seine schnelle Energie- übertragung startet in einer Sekunde, und das Laden während des Betriebs vermeidet Unterbrechungen und maximiert die Effizienz.

Ein wesentlicher Vorteil ist die herstellerunabhängige Interoperabilität des CW1000. Es kann flexibel in AMR-Systeme integriert werden, sodass Unternehmen ihre Flotten ohne große Infrastrukturänderungen modernisieren können. Diese Kombination aus Flexibilität, Effizienz und geringem Wartungsaufwand macht das CW1000 zu einer zukunftssicheren Lösung für automatisierte Prozesse.

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Welchen Herausforderungen stehen Sie bei der Entwicklung neuer Produkte gegenüber?

Die Entwicklung neuer Produkte wird durch die wachsende Komplexität moderner Automatisierungslösungen herausgefordert. Unternehmen verlangen flexible, skalierbare Systeme, die sich nahtlos in bestehende Produktionsumgebungen integrieren. Besonders bei der Energieversorgung von AMR und fahrerlosen Transportsystemen (FTS) müssen die Lösungen leistungsfähig, wartungsarm und zuverlässig sein. Diese Anforderungen erfordern intensive Entwicklungsarbeit. Wiferion begegnet diesen Herausforderungen durch die kontinuierliche Verbesserung seiner induktiven Ladetechnologien und die flexible Integration in Produktionsumgebungen.

Worauf wird Wiferion den Fokus in der Entwicklung in den kommenden Jahren legen; was sind für Sie die Schlüsseltechnologien?

In den nächsten Jahren wird Wiferion den Fokus darauf legen, ein vollständiger Energieanbieter für AMR und FTS zu werden. Komplettlösungen rücken in den Mittelpunkt der Strategie. Ziel ist es, die Ladetechnologie zu perfektionieren und langlebige, effiziente und nachhaltige Batterien anbieten zu können. Diese sollen flexibel in verschiedene Systeme integriert und Flotten einfach nachgerüstet werden. Interoperabilität bleibt ein zentrales Element, sodass die Lösungen in unterschiedlichen Anwendungen problemlos eingesetzt werden können.

Ein wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Ausrichtung der Systeme. Wiferion maximiert die Lebensdauer der Produkte und minimiert den Ressourcenverbrauch. Dabei profitiert das Unternehmen von der Expertise von Puls, das mit hocheffizienten Netzteilen Maßstäbe in puncto Nachhaltigkeit setzt. Gemeinsam werden Lösungen entwickelt, die den Energieverbrauch senken und die Betriebskosten langfristig reduzieren.

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