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VDMA zweifelt am Blueprint-Konzept
Der VDMA hat seine Forderungen an die EU-Wasserpolitik in einem neuen Positionspapier formuliert. Ende vergangenen Jahres hatte die Europäische Kommission ihr neues wasserpolitisches Konzept - den "Blueprint to safeguard Europe's Water Resources" vorgestellt.
"Gewässerschutz und Ressourcenschonung sind ohne moderne Anlagen und Technologien nicht machbar. Der Maschinen- und Anlagenbau liefert die Wasser- und Abwassertechniken, die einen effizienten Umgang mit Wasser überhaupt erst ermöglichen", so Naemi Denz, Leiterin der Abteilung Technik und Umwelt im VDMA.
"Der Zustand der europäischen Gewässer könnte besser sein!", mit dieser Aussage beginnt die Begründung zum Blueprint. Der Blueprint verfolgt somit das Ziel, mit besseren, zusätzlichen und neuen Mitteln einen "guten Gewässerzustand" zu erreichen. Der VDMA erklärt sich mit dieser grundsätzlichen Zielrichtung einverstanden, hat aber seine Zweifel, ob die im Blueprint erwähnten Instrumente insgesamt geeignet sind, die Gewässer nachhaltig vor Verschmutzung zu sichern und die Wassereffizienz zu erhöhen.
In der industriellen Produktion ist es dank wassersparender Technologien gelungen, den Wassergebrauch deutlich zu reduzieren. Aber nicht nur die Produktion selbst, sondern auch viele Produkte sind in den letzten Jahren wassereffizienter geworden, und dass ohne große rechtliche Rahmenvorgaben. "Der EU-Rechtsrahmen für die Wasserpolitik ist bereits vorhanden. Statt eines Flickenteppichs neuer Regelungen bedarf es vielmehr der Um- und Durchsetzung vorhandener Vorschriften", erläuterte Denz. Bei der Umsetzung der Ökodesign-Richtlinie für wasserführende Produkte sind außerdem Zielkonflikte mit hygienischen Anforderungen angemessen zu lösen.
Nach Ansicht des VDMA muss die EU-Wasserpolitik auch auf regionale Gegebenheiten in der EU Rücksicht nehmen. Im Zusammenhang mit einem möglichen "Water Footprint" warnt der VDMA vor voreiligen Kennzeichnungspflichten. "Ohne wissenschaftlich fundierte Methodiken zur Ermittlung eines solchen "Fußabdrucks" ist die Aussagekraft wenig belastbar", so Denz. kf








