Wirtschaft + Unternehmen

VDMA: Maschinenbau wartet auf klare Signale

Der Maschinen- und Anlagenbau konnte sich aus der Krise noch nicht befreien.

Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland lag im Mai 2013 um real fünf Prozent unter dem Ergebnis des Vorjahres. Das Inlandsgeschäft sank um 14 Prozent, das Auslandsgeschäft stagnierte, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Freitag in Frankfurt mit.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich März bis Mai 2013 stagnierte der Bestelleingang im Vorjahresvergleich. Die Inlandsaufträge lagen bei minus acht Prozent, die Auslandsaufträge bei plus drei Prozent.

"Im Mai verfehlte der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau sein Vorjahresergebnis preisbereinigt um fünf Prozent. Damit landete er nach einem ersten Plus für das Jahr 2013 im April wieder im Minus. Die weltweite Investitionsneigung setzt kein klares Signal für eine Expansion. Während die Nachfrage aus dem Ausland ihr Vorjahresniveau immerhin halten konnte, enttäuschten die Inlandsbestellungen mit minus 14 Prozent auf der ganzen Linie", kommentierte VDMA Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers das Ergebnis.

Schlechter sind noch die Zahlen, die NRW meldet. Der Auftragseingang verzeichnete dort im Mai 2013 ein Minus von -15 Prozent). Das Inlandsgeschäft lag bei -20 Prozent. Bei der Auslandsnachfrage gab es ein Minus von -12 Prozent (bundesweit ±0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahresniveau.

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Der Dreimonatsvergleich März bis Mai 2013 zeigt ein Ergebnis von -4 Prozent (bundesweit ±0 Prozent) zum vergleichbaren Vorjahreszeitraum, bei den Inlandsaufträgen ein Minus von -8 Prozent (bundesweit -8 Prozent) und bei den Auslandsaufträgen von -2 Prozent (bundesweit +3 Prozent). Unklare Signale kommen auch aus dem größten Bundesland. "Die Entwicklung des NRW-Maschinenbaus verläuft weiterhin unstet", sagt Hans-Jürgen Alt, Clustermanager ProduktionNRW. "Auch der Mai bringt noch nicht die erhoffte Trendwende. Die prozentualen Rückgänge im Mai sind teilweise einem Basiseffekt geschuldet, da im Mai 2012 relative hohe Bestellwerte eingefahren werden konnten. Positiv zeigen sich die Bestellungen aus den Euro-Partner-Ländern, die im Mai - von einem niedrigen Niveau kommend - preisbereinigt um 27 Prozent zulegen konnten." bw

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