Wirtschaft + Unternehmen
Turck erwartet langsame Wiederbelebung
"Wir rechnen, dass wir vier Jahre benötigen werden, um das Niveau zu erreichen, das wir mal hatten", schätzt Turck-Geschäftsführer Christian Wolf. Er nutzte die Jahrespressekonferenz dazu, ungeschminkt Bilanz zu ziehen und in die Zukunft zu blicken. Demnach werden die Umsätze des Automationsspezialisten im Geschäftsjahr 2009 rund 270 Millionen Euro betragen - das sind etwa 27 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Mitarbeiterzahl an den 27 Standorten der Turck-Gruppe sank um knapp zehn Prozent auf weltweit 2.550 und knapp 1.400 in Deutschland.
2010 Wachstum von 5 Prozent
Für 2010 plant das Unternehmen ein Plus von 5 Prozent, für 2011 weitere 10 Prozent. "Die Auftragseingänge sind seit einiger Zeit relativ stabil", gab sich Wolf optimistisch. Zum Wachstum beitragen werde auch die Erholung in den USA. Im weltweit größten Automatisierungsmarkt habe Turck als Sensor- und Connectivity-Marktführer hohe Marktanteile. In China stiegen die Umsätze ebenfalls wieder, wenn auch zunächst noch verhalten.
Fokus liegt auf Produkten und Prozessen
Die Krise nutzt Turck dazu, Kundenorientierung und Innovationskraft weiter zu verbessern sowie seine Organisation und Prozesse zu optimieren. Dazu gibt es seit dem 1. Oktober 2009 eine neue Struktur, die den Sensor-, Feldbus-, Anschlusstechnik- und Interfacespezialisten in die Geschäftsbereiche Automation Products und Automation Systems unterteilt. Bis dato griff die Einteilung in drei Produktmanagement-Bereiche.
Zur SPS/IPC/Drives stellt Turck neben der Erweiterung des Portfolios um Human Machine Interfaces auch einen neuartigen Linearwegsensor vor, mit dem sich den Angaben zufolge alle magnetostriktiven und potenziometrischen Wegerfassungslösungen ersetzen lassen. ff










