Wirtschaft + Unternehmen

Speer mit ­Bordelektronik

Profis werfen die rund 800 Gramm schweren Wettkampfspeere rund 98 Meter weit. Erfahrene Trainer erkennen auf einen Blick, wie sich der Bewegungsablauf verbessern lässt. Zunehmend werden auch hier Messgeräte eingesetzt, die mehr Objektivität garantieren sollen. Im Vorfeld der Olympischen Spiele entwickelten Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung (IFF) zusammen mit Sportexperten einen Speer mit Bordelektronik. Die gesamte Messelektronik ¿ Beschleunigungssensoren und Mikroprozessoren ¿ wiegen zusammen nur 75 Gramm. Damit ist das intelligente Werkzeug nur wenig schwerer als ein normaler Speer und kann wie gewohnt geworfen werden. Während der Anlauf- und Abwurfphase misst die Elektronik 500-mal pro Sekunde die Beschleunigung und speichert die Daten auf einem Mikrochip. Über einen Magnetadapter werden die Werte auf einen Laptop überspielt. Anhand der graphischen Beschleunigungs- und Geschwindigkeitskurve erkennen Trainer und Sportler sofort, wie gut der Wurf gelungen ist und können Verbesserungen besprechen. Die Speerwerfer testen mit dem Speer zunächst ihren Leistungsstand und verbessern im Training ihre Wurftechnik. Auch die deutschen Leichtathleten trainierten mit dem intelligenten Werkzeug für Olympia.
sg

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