Wirtschaft + Unternehmen

SMA: Vorstand bestätigt Prognose für das Gesamtjahr 2011

Die SMA Solar Technology AG hat in den wichtigsten Solarmärkten der Welt von der starken Marke profitiert und sich deutlich von den nächsten Wettbewerbern differenziert. Die verkaufte Wechselrichter-Leistung verdoppelte sich im zweiten Quartal 2011 im Vergleich zu den ersten drei Monaten. Im ersten Halbjahr 2011 verkaufte das Unternehmen damit eine Wechselrichterleistung von 3,1 Gigawatt (GW) (Q1 - Q2 2010: 3,1 GW).

Nach Einschätzung des Vorstands blieb die weltweit neu installierte Photovoltaikleistung im ersten Halbjahr 2011 unter dem Vorjahresniveau. "Die Diskussion über den Ausbau der Photovoltaik hat die Endkunden in wichtigen Solarmärkten stark verunsichert und zu einer Verzögerung der Investitionsentscheidung geführt", erklärt Pierre-Pascal Urbon, Vorstandssprecher und Finanzvorstand der SMA. Die Fundamentaldaten für die Solarbranche haben sich in den letzten Monaten jedoch verbessert. "Der mittlerweile breite gesellschaftliche Konsens für den forcierten Ausbau der Photovoltaik, das günstige Zinsniveau und die im Vergleich zum Beginn des Jahres deutlich gesunkenen spezifischen Kosten für die Errichtung einer Solarstromanlage sind gute Voraussetzungen für eine deutliche Belebung der weltweiten Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte", so Pierre-Pascal Urbon. Der Vorstand bestätigt deshalb die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatz zwischen 1,5 Mrd. Euro und 1,9 Mrd. Euro bei einem operativen Ergebnis von 315 Mio. Euro und 475 Mio. Euro (EBIT-Marge: 21 % bis 25 %).

Anzeige

SMA ist im zweiten Quartal 2011 schneller als der nächstgrößste Wettbewerber gewachsen. Mit einem Umsatz von 715 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2011 ist es der weltweite Marktführer im Bereich der Solar-Wechselrichter (Q1 - Q2 2010: 815,8 Mio. Euro). Die ausgezeichnete Positionierung in den wachsenden Auslandsmärkten spiegelt sich auch in der Exportquote wider. In den ersten sechs Monaten des Jahres erwirtschaftete SMA 56,3 % des Umsatzes außerhalb Deutschlands (Q1 - Q2 2010: 36,4 %). Das Segment Medium Power Solutions war in der Berichtsperiode wesentlicher Umsatzträger mit einem Anteil von 73,1 % am Gesamtumsatz (Q1 - Q2 2010: 85,7 %). Sehr erfreulich entwickelte sich das Geschäft mit Sunny Central Wechselrichtern, die in solaren Großprojekten eingesetzt werden. Der Umsatz im Segment High Power Solutions erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 66 % auf 170,6 Mio. Euro (Q1 - Q2 2010: 102,4 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hat sich im Vergleich zum ersten Quartal 2011 aufgrund der positiven Umsatzentwicklung erholt, liegt aber deutlich unter dem Rekordwert des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2011 erzielte SMA ein EBIT von 103,7 Mio. Euro (Q1 - Q2 2010: 219,9 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 14,5 %, die damit wieder im zweistelligen Bereich liegt. Die Entwicklung unterstreicht die enorme Anpassungsfähigkeit, den Markt bei anziehender Nachfrage unter Berücksichtigung der Wirtschaftlichkeit schnell bedienen zu können. Der Konzernüberschuss betrug 73,5 Mio. Euro (Q1 - Q2 2010: 158,2 Euro) und das Ergebnis je Aktie lag bei 2,12 Euro (Q1 - Q2 2010: 4,56 Euro).

Das Geschäftsmodell ist technologiegetrieben und im Vergleich zu anderen Stufen der Wertschöpfungskette nicht kapitalintensiv. Mit Blick auf die erwartete Nachfrageerhöhung in der zweiten Jahreshälfte hat SMA das Nettoumlaufvermögen planmäßig erhöht. Zum 30. Juni 2011 betrug das Netto-Umlaufvermögen 340,6 Mio. Euro (31.12.2010: 284,6 Mio. Euro). Das entspricht 18,7 % des Umsatzes der letzten 12 Monate.

Mit einer Eigenkapitalquote von 57,0 % und einer Nettoliquidität von 307,8 Mio. Euro (31.12.2010: 523,4 Mio. Euro) weist das Unternehmen zum 30. Juni 2011 eine sehr solide Bilanzstruktur aus. lg

 

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Antriebstechnik

Triton Partners übernimmt Flender

Die globale Investmentgesellschaft Carlyle hat eine Vereinbarung über den Verkauf von Flender, Anbieter mechanischer Antriebstechnik, an den von Triton beratenen Triton Fund 6 unterzeichnet. Die Bedingungen der Transaktion wurden nicht bekannt...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Chemieindustrie 2026

Warum die Krise weitergeht

Wie tief steckt Deutschlands Chemieindustrie 2026 wirklich in der Krise? Nach einem schwachen Jahresauftakt, belastet vom Nahostkonflikt, hohen Energiekosten und globalem Wettbewerbsdruck, zeichnet der Verband der Chemischen Industrie (VCI) das Bild...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren