Schmolz + Bickenbach

Positives Ergebnis im 1. Quartal

Der Spezialstahlanbieter Schmolz + Bickenbach konnte im ersten Quartal 2014 in einem weiterhin anspruchsvollen Marktumfeld wieder ein deutlich positives Konzernergebnis erzielen. Im Vorjahresvergleichsquartal und im Gesamtjahr 2013 wurden noch Verluste ausgewiesen.

Spezialstahlanbieter Schmolz + Bickenbach: positives Konzernergebnis im ersten Quartal 2014

Im Vergleich zum ersten Quartal 2013 verbesserte sich der Absatz um 51 Kilotonnen bzw. 9.6% auf 581 Kilotonnen und stieg der Umsatz um EUR 4.2 Mio. bzw. 0.5% auf EUR 871.6 Mio. Das im Vergleich zum Absatz geringere Umsatzwachstum erklärt sich im Wesentlichen mit den gegenüber dem ersten Quartal 2013 niedrigeren Rohmaterialpreisen, die über Schrott- und Legierungszuschläge an die Kunden weitergegeben werden, und einem niedrigen Preisniveau bei den Basispreisen. Im Vergleich zum vierten Quartal 2013 ist ein Anstieg der Legierungspreise, hauptsächlich beim Nickel, und anhaltender Preisdruck bei den Basispreisen zu verzeichnen.

Die Auftragseingänge verzeichneten im ersten Quartal 2014 weiteren Zuwachs und knüpften an den Aufwärtstrend aus dem Vorjahr an. Der zum 31. März 2014 erreichte Auftragsbestand von 571 Kilotonnen lag um 26.3% über dem Wert zum 31. Dezember 2013 (452 Kilotonnen) und um 36.9% über dem Wert zum 31. März 2013 (417 Kilotonnen). Die sich bereits in 2013 abzeichnende positive Entwicklung der prozentualen Bruttomarge konnte auch in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 mit 34.1% fortgesetzt werden.

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Das betriebliche Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) lag mit EUR 63.8 Mio. um EUR 17.2 Mio. bzw. 36.9% über dem Vorjahreswert. Das um Restrukturierungsaufwand und andere Sondereffekte bereinigte EBITDA betrug EUR 65.6 Mio., die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 7.5% (Vj: 5.4%).

Infolge des Schuldenabbaus durch die im vierten Quartal 2013 zugeflossenen Mittel aus der Kapitalerhöhung und verbesserter Zinskonditionen sank der Netto-Finanzaufwand in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich um 31.2% bzw. EUR 6.8 Mio. auf EUR 15.0 Mio. Auch die Nettoverschuldung konnte trotz anziehenden Geschäfts gegenüber dem 31.12.2013 von EUR 610.1 Mio. um EUR 60.9 Mio. auf EUR 549.2 Mio. weiter zurückgeführt werden.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) fiel mit EUR 19.0 Mio. (1.1.¿31.3.2013: EUR -4.5 Mio.) um EUR 23.5 Mio. höher als im Vorjahreszeitraum aus. Das Konzernergebnis (EAT) lag mit EUR 12.4 Mio. um EUR 20.1 Mio. über dem Vorjahreswert und damit erstmals seit dem ersten Quartal 2012 wieder im positiven Bereich.

Ausblick 2014

Schmolz + Bickenbach bleibt weiterhin vorsichtig optimistisch für das Geschäftsjahr 2014. Der im ersten Quartal 2014 erreichte Auftragsbestand von 571 Kilotonnen werde eine gute Auslastung im zweiten und zu Beginn des dritten Quartals 2014 sichern. Die Basispreise scheinen einen Boden erreicht zu haben, von dem aus einzelne Preiserhöhungen möglich sein sollten. Eine flächendeckende Anhebung der Basispreise werde aktuell jedoch nicht erwartet.

Das Unternehmen hält die Erwartungen an den Geschäftsverlauf 2014 unverändert aufrecht: für den Gesamtkonzern werden Absatzmengen erwartet, die 2%-5% über denen des Vorjahres von 2 054 Kilotonnen liegen werden. Bei den Umsatzerlösen werden Steigerungen von 2%-5% gegenüber dem Vorjahresniveau erwartet, wobei diese Prognose mit höherer Unsicherheit behaftet ist, da die Vorhersagbarkeit von Änderungen bei Zuschlagssätzen für Schrott und Legierungselemente sowie Währungsrelationen nur sehr eingeschränkt möglich ist. Das im letzten Jahr eingeleitete umfangreiche Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm wird 2014 konsequent weiter fortgeführt und sollte zur Ergebnisverbesserung beitragen. Für 2014 werden daraus lediglich weitere Einmalkosten im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet.

Für 2014 erwartet Schmolz + Bickenbach ein bereinigtes EBITDA von EUR 190 Mio. - EUR 230 Mio. Das geplante Investitionsvolumen für 2014 liegt auf Vorjahresniveau und damit abermals deutlich unter den Abschreibungen. Diese Prognose gilt unter den Prämissen, dass sowohl die konjunkturellen Aussichten, die Rohmaterialpreise als auch die Fremdwährungskurse in den wichtigen Währungsrelationen CHF/EUR und USD/EUR im Jahresverlauf stabil bleiben und keine sonstigen unvorhergesehenen Ereignisse die Geschäftsentwicklung negativ beeinflussen. Aktuell hat Schmolz + Bikenbach begonnen, die Refinanzierung des Konsortialkredits und des ABS-Finanzierungsprogramms auf den Weg zu bringen. Das Unternehmen wird zu gegebener Zeit über Ergebnisse informieren. Hieraus können Abschlusskosten resultieren, die periodengerecht im Finanzergebnis verbucht werden. Dennoch wird insgesamt eine deutliche Entlastung des Finanzergebnisses erwartet. kf

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