Wirtschaft + Unternehmen
Produktpiraterie: Ende der Großzügigkeit
Doch konnte man in Zeiten florierender Konjunktur noch bei Verstößen großzügig sein und sich schütteln wie die berühmte Eiche, an deren Stamm die Sau sich kratzt, dann bringt die Rezession auch hier offensichtlich die Trendwende.
Die Bayer AG, Leverkusen, jedenfalls hat explizit angekündigt, dass man gegen Verletzungen des Patentrechts jetzt konsequent vorgehen will. Aktueller Anlass ist, dass ein namhafter deutscher Distributeur Kunststoffgranulate vertrieb, die aus Korea importiert wurden und gegen bestehende Patente von Bayer verstießen. Es ging um spezielle flammgeschützte PC/ABS-Blends, wie sie vor allem zur Produktion elektronischer Geräte verwendet werden. Schlecht auch für die Endabnehmer der Ware, wie die Hersteller von IT-Geräten. Denn nach geltendem Recht ist nicht nur derVertrieb solcher Plastgranulate, sondern auch die Vermarktung von Endgeräten aus diesem Material untersagt. Also vorher besser fragen, woher das Zeug kommt, das so preiswert offeriert wird.
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