Wirtschaft + Unternehmen

Plagiarius 2010: "Auszeichnung" für dreiste Kopie eines Bohle Silberschnitt Glasschneiders

Auf der Frankfurter Konsumgütermesse "Ambiente" wurde am 12. Februar zum 34. Mal der gefürchtete Negativ-Preis "Plagiarius" verliehen. Auch der chinesische Hersteller sowie der deutsche Händler einer besonders dreisten Kopie des Bohle Glasschneiders "Silberschnitt 100.0" erhielten eine "Auszeichnung". Natürlich waren die Plagiatoren selbst nicht anwesend; sie bekamen von den Initiatoren, der Aktion Plagiarius e.V., entsprechende Urkunden zugeschickt. Für Bohle nahm der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Heinrich Ostendarp, die Trophäe - einen schwarzen Zwerg mit goldener Nase - entgegen.

"Bohle hat als mittelständisches Unternehmen bisher keine eigenen Organisationen oder Strukturen aufgebaut, die auf das Aufspüren von Schutzrechtsverletzungen ausgelegt sind", erklärt Ostendarp und ergänzt: "Wir erwägen jedoch aufgrund wachsender Bedeutung und der Zunahme der Schutzrechtsverletzungen sowie des daraus resultierenden Schadens an Umsatz und Image auf diesem Gebiet zukünftig stärker aktiv zu werden. Im letzten Jahr haben wir für den Schutz von bestehenden Marken bereits über 100.000 Euro aufgewendet". Der Schaden beschränkt sich jedoch nicht nur auf exakte Produktkopien wie im vorliegenden Fall des "Silberschnitt 100.0". Auch Produktnachahmungen, die nicht mit Bohle Markennamen versehen werden, jedoch durch Funktion und Ausgestaltung des Produkts einen Bohle Ursprung annehmen lassen, tauchen zunehmen in den weltweiten Absatzmärkten des Unternehmens auf.

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Bild: Links im Bild das originale Markenprodukt "Silberschnitt 100.0", rechts die Kopie, zu erkennen unter anderem an minderwertigen Materialien und schlechter Verarbeitung.

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