Wirtschaft + Unternehmen
Neustart bei Kelch
Die am 1. März von dem chinesischen Maschinenbauunternehmen Harbin Measuring & Cutting Tool Group Co., Ltd. (HMCT) gegründete Firma Kelch GmbH, Weinstadt, hat ihre Tätigkeit aufgenommen.
Hualiang Wei, Vorstandsvorsitzender von HMCT, erläuterte die Europa- und Deutschlandstrategie seines Unternehmens. Er wies darauf hin, dass es HMCT nicht primär um einen Technologietransfer ginge, sondern mit Kelch ein starker Brückenkopf im Zentrum der weltweiten Maschinenbauindustrie geschaffen werden soll. "Unser Interesse ist es, in Baden-Württemberg über einen innovativen Entwicklungs- und Fertigungsstandort zu verfügen, der mit unseren chinesischen Werken einen Verbund bildet." Ausdrücklich betonte Wei, dass das Engagement strategisch und langfristig sei.
Der CEO von HMCT ging auch auf die Liquidation der Tochtergesellschaft Kelch + Links GmbH (K+L) ein. Er betonte deren Notwendigkeit und den Fakt, dass HMCT für eine sozialverträgliche Lösung gesorgt habe. Mit Kelch mache der chinesische Hersteller von Messtechnik und CNC Geräten nun einen erneuten Anlauf. "Wir haben die Organisation gestrafft und das Geschäftsmodell den Marktgegebenheiten angepasst." Wei zeigte sich überzeugt, mit der neuen GmbH nun über eine schlagkräftige und wachstumsfähige Tochtergesellschaft in Deutschland zu verfügen.
Auf der Veranstaltung wurde zudem mit Wolfgang Kottenberg der neue Interims-Geschäftsführer vorgestellt. Kottenberg ersetzt Thomas Esswein, der sein Amt als Geschäftsführer niedergelegt hat, um einen Neuanfang zu ermöglichen. <i>bw<i>









