Wirtschaft + Unternehmen
Maxon geht gestärkt aus der Krise
Die Maxon Motor-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2010 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Nach dem wirtschaftlich schwierigen 2009 hat sich Maxon erholt und deutlich zugelegt. Der Gruppenumsatz beläuft sich auf CHF 306,6 Mio.
(+23,6 Prozent gegenüber Vorjahr). Mit einem Cashflow (Betriebserfolg plus Abschreibungen) von CHF 40,8 Mio. (13,3 Prozent des Gruppenumsatzes) konnte das Unternehmen alle Investitionen aus eigenen Mitteln tätigen. Per Ende 2010 beschäftigte das Unternehmen gut 1.850 Mitarbeitende (+174 gegenüber Vorjahr), davon rund 1.050 Personen in Sachseln. Über 80 Prozent der Produktion gehen in den Export. Das Unternehmen verfügt über Produktionsstandorte in Sachseln, Sexau/D und Veszprém/H.
"2010 haben wir dank der Anstrengungen aller Mitarbeitenden ein neues Rekordergebnis erzielt", stellt Hauptaktionär Karl-Walter Braun fest. Die monatlichen Auftragseingänge seien 2010 regelrecht in die Höhe geschnellt, während im Vorjahr noch Kurzarbeit hatte eingeführt werden müssen. Doch wider Erwarten erholte sich die Wirtschaft relativ schnell und wesentlich besser als angenommen. Innerhalb der Maxon Motor-Gruppe sind die Absatzmärkte Schweiz, USA, Deutschland und Niederlande in absoluten Zahlen am stärksten gewachsen. Die Medizintechnik (45 Prozent) und Industrieautomation (28 Prozent) machten mehr als zwei Drittel der gesamten Absatzmärkte aus.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Maxon mit dem EC 22 HD (Heavy Duty), dem ersten Standardmotor für extrem raue Einsatzbedingungen, zum zweiten Mal nach 1996 den Innovationspreis der Zentralschweizerischen Handelskammer entgegennehmen. Neu ist in diesem Frühling der bürstenlose Gleichstrommotor EC 40 auf den Markt gekommen. Mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent und einem rastmomentfreien Lauf ist dieser Motor prädestiniert für anspruchsvolle Anwendungen in Industrie- und Logistikanlagen, in der mobilen Robotik, in Verpackungsmaschinen und Elektrowerkzeugen sowie in der Luft- und Raumfahrt.
In den ersten fünf Monaten des laufenden Geschäftsjahres liegt der Umsatz über dem Vorjahr. Die weiteren Aussichten werden positiv beurteilt. Zwar bereite gemäß Karl-Walter Braun vor allem der starke Franken sowie die hohen Rohstoffpreise Sorgen. "Wir sind jedoch zuversichtlich, dass wir diese Herausforderungen bewältigen können. Wir gehen mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft", sagte Braun. bw









