Wirtschaft + Unternehmen

Manz eröffnet Werk in Suzhou

Der Maschinenbauer Manz hat Mitte Mai mit 600 geladenen Gästen, Kunden und Mitarbeitern sein neues Werk in Suzhou, rund zwei Stunden westlich von Shanghai, eröffnet. In der neuen Produktionsstätte werden 700 Mitarbeiter Produktionsanlagen für die asiatische Solarindustrie und für Display-Hersteller fertigen. Außerdem werden in Suzhou weiterhin Anlagen zur Leiterplattenherstellung gebaut - ein Geschäft, das Manz bisher bereits in seiner bestehenden Fabrik ebenfalls in Suzhou betrieb.

"Unsere Kunden wünschen sich mit der zunehmenden Komplexität ihrer Fertigungsprozesse, dass ihre Maschinenbauer ganz in der Nähe sind, um neues Equipment gemeinsam zu entwickeln und zu testen. Nur so können sie schnell die nächste Effizienzstufe erreichen und damit ihre Produktionskosten senken", sagt CEO Dieter Manz. Das neue Werk in Suzhou hat deshalb auch ein Technologie- und Trainingszentrum, um Fertigungsprozesse gemeinsam mit Kunden zuverlässig zu optimieren.

Eines der ersten Produkte des neuen Fertigungsstandorts ist eine neue Anlage für nasschemische Prozesse in der Herstellung von kristallinen Solarzellen. Die neue Anlage wird auf der morgen beginnenden weltweit größten Branchenmesse der Solarindustrie, der SNEC 2012 in Shanghai, vorgestellt. "Mit dieser neuen Anlage deckt das Unternehmen einen weiteren Prozessschritt der PV-Wertschöpfung auf dem Weg zum Komplettanbieter über den gesamten Prozess ab", so Manz.

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Die Eröffnungszeremonie in Suzhou stand unter dem Motto "Engineered by Germanz". Dieses Wortspiel mit dem Firmennamen von Manz betont die Marktphilosophie des schwäbischen Hightech-Maschinenbauers, deutsche Ingenieurskunst anzubieten und dabei lokale Kostenvorteile zu nutzen. "Das momentane Wettbewerbsumfeld lässt den Herstellern keinen Spielraum auf der Kostenseite. Unsere Kunden stehen deshalb vor der Entscheidung, in die neueste Technologie investieren zu müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben, oder anhand der aktuellen Überkapazitäten und dem damit verbundenen Preisverfall Verluste zu schreiben", so Firmengründer Manz.

Das neue Werk in Suzhou ist mit 16.000 Quadratmetern Produktions- und 4.000 Quadratmetern Bürofläche etwa dreimal so groß wie die derzeitige Fabrik. Ein wichtiges Argument für die Standortentscheidung war das vor Ort vorhandene Know-how für nasschemische Prozesse in der Leiterplatten- und Displayfertigung. Im Jahr 2008 hatte der Maschinenbauer die taiwanesische Intech, den asiatischen Marktführer in diesem Segment mit über 20 Jahren Erfahrung, inklusive seiner Fertigung im chinesischen Suzhou, übernommen. kf

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