Wirtschaft + Unternehmen
Lenze legt mächtig zu und ist weiter optimistisch
Lenze-Vorstandsvorsitzender Dr. Erhard Tellbüscher freut sich über ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010/2011: "Wir waren auf einen Anstieg vorbereitet, jedoch überraschte uns die Vehemenz, welche einen zeitweisen Anstieg des Auftragseingangs von beinahe dem Doppelten des Vorjahres hervorrief." So konnte Lenze den Umsatz im Geschäftsjahr 2010/2011 gegenüber dem Vorjahr um 150 Mio. Euro auf 567,0 Mio. Euro gesteigert werden (Vj.: 416,9 Mio. Euro). Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten stieg deutlich auf 48,0 Mio. Euro (Vj.: 3,6 Mio. Euro). Das Ergebnis nach Steuern beträgt 28,1 Mio. Euro (Vj.: 1,3 Mio. Euro). Die Finanzlage der Lenze-Gruppe hat sich damit deutlich verbessert. Zwar sank die ohnehin außergewöhnlich hohe Eigenkapitalquote von 60 Prozent auf 58 Prozent. In absoluten Zahlen aber stieg die Ausstattung des Unternehmens mit Eigenmitteln deutlich, der relative Rückgang sei eine Folge des hohen Wachstums, heißt es vom Hamelner Automationsunternehmen. Gleichzeitig blickt Lenze selbstbewusst in die Zukunft. Tellbüscher ergänzend: "Es zahlt sich jetzt aus, dass wir auch in schwierigen Zeiten die Entwicklung unseres Unternehmens vorangetrieben haben." Nach dem erfolgreichen Geschäftsjahr mehrten sich nun Anzeichen für ein langsameres Wirtschaftswachstum. Die Finanzkrisen einzelner europäischer Länder und der USA sowie die Drosselung von Krediten in China führten zu neuen Unsicherheiten. Tellbüscher bleibt aber optimistisch: "Wir schätzen den weiteren Verlauf des Wirtschaftsjahres 2011/2012 positiv ein. Die Auftragsvergabe an den Maschinenbau ist gut und die Auftragspolster sind entsprechend hoch." In der zweiten Hälfte des laufenden Wirtschaftsjahres rechnet Lenze mit einer leichten Beruhigung des hervorragenden Auftragseingangs in den ersten sechs Monaten. "Unsere Leistung zur Automatisierung von Maschinen ist enorm gewachsen und wir sehen die Anerkennung unserer Kunden", ergänzte Dr. Tellbüscher. Insgesamt rechnet das Hamelner Unternehmen immer noch mit einem deutlichen Wachstum im mittleren bis oberen einstelligen Bereich. bw









