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Artikel und Hintergründe zum Thema

KfW-Konjunkturkompass

Deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs

Die deutsche Wirtschaft befindet sich auf moderatem Erholungskurs und beendet das konjunkturell schwache Jahr 2013 versöhnlich: Im vierten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,4 % gegenüber dem Vorquartal zu. Insgesamt blieb Deutschland aber erneut deutlich hinter seinen Wachstumsmöglichkeiten zurück: Mit 0,5 % war das kalenderbereinigte Realwachstum im vergangenen Jahr sogar nochmals geringer als 2012, meldet die KfW.

Wesentliche Ursache ist die erst zur Jahresmitte mit Mühen überwundene Rezession in Europa, dem mit Abstand wichtigstem Handelspartner Deutschlands. Die ungünstigen außenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen belasteten im Gesamtjahr 2013 nicht nur die Exporte, sondern auch die Investitionen der Unternehmen, die angesichts unterausgelasteter Kapazitäten und schwacher Absatzperspektiven - eine Nebenwirkung des harten Konsolidierungskurses in Europa - erneut merklich schrumpften. Verlässliche Impulse zum Jahreswachstum kamen demgegenüber vom Konsum und den Wohnbauten, die von dem anhaltenden Beschäftigungsaufbau und dem niedrigen Zinsniveau profitieren.

Für das begonnene Jahr 2014 sieht der Ausblick kaut KfW wesentlich freundlicher aus, der moderate Schwung aus dem Schlussquartal des vergangenen Jahres wird sich verstärken. Die Unternehmen sind zuversichtlich: Das ifo Geschäftsklima notiert zu Jahresbeginn auf dem höchsten Stand seit dem Sommer 2011, sowohl die Lageurteile und kräftiger noch die Geschäftserwartungen hellen sich auf. Auch und gerade in den exportsensitiven großen Firmen der Industrie kehrt der Optimismus zurück. Dies wird von den harten Daten untermauert: Bereits im Schlussquartal trug der Außenhandel dank lebhafter Exporte wieder positiv zum Wachstum bei, und die Auftragseingänge der Industrie sind gleichzeitig vor allem wegen der Auslandsorders - auch aus der Eurozone - um solide 1,2 % gegenüber dem Vorquartal gewachsen. Dies ist bereits der fünfte Quartalszuwachs bei den Ordereingängen in Folge. Die KfW geht vor diesem Hintergrund von einem starken ersten Halbjahr mit Quartalswachstumsraten von durchschnittlich 0,6 % aus, wozu vor allem die Exporte und die Investitionen beitragen. Doch auch der Konsum dürfte sich angesichts der weiter günstigen Arbeitsmarktperspektiven und der anhaltend guten Konsumentenstimmung rasch erholen, nachdem er im Schlussquartal 2013 etwas überraschend auf der Stelle getreten ist. Möglicherweise zögerten die Konsumenten angesichts der relativ warmen Witterung mit der Anschaffung neuer Winterkleidung und tragen weihnachtliche Geldgeschenke vermehrt erst nach dem Jahreswechsel in die Läden, wenn sie stärker von Rabatten profitieren.

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KfW-Prognose 2014 und 2015

Das von der KfW erwartete relativ hohe Tempo in der ersten Jahreshälfte 2014 ist zum Teil aber auch einem Nachholen geschuldet - besonders bei den Unternehmensinvestitionen - und wird längerfristig nicht durchhaltbar sein. Die Eurozone wächst zwar wieder, doch angesichts der unverändert schwierigen Rahmenbedingungen mit hoher Arbeitslosigkeit, wenig fiskalischem Spielraum, vielen "Baustellen" im Bankensektor und zumindest latentem Deflationsrisiko gestaltet sich die Erholung auch mittelfristig zäh. Davon kann sich auch Deutschland nicht vollständig lösen, zumal die wirtschaftliche Dynamik in den Schwellenländern als weiterem wichtigen Exportmarkt nicht mehr an vergangene Spitzenniveaus heranreicht. Die KfW geht deshalb davon aus, dass sich die wirtschaftliche Dynamik ab dem Sommer bis Ende 2015 wieder eher in der Nähe der langfristigen Trendrate bewegen wird. Das Realwachstum wird sich unter diesen Rahmenbedingungen im Gesamtjahr 2014 auf 2,0 % (entspricht nicht kalenderbereinigt ebenfalls 2,0 %) erhöhen. 2015 dürfte sich das konjunkturelle Tempo dann auf 1,6 % verringern (nicht kalenderbereinigt ist das BIP-Wachstum mit 1,9 % deutlich höher, da 2015 im Bundesdurchschnitt 2,3 Arbeitstage mehr hat als 2014). Im Ergebnis bestätigen wir damit für 2014 unsere schon seit dem August vergangenen Jahres vertretene Prognose erneut. Für 2015 legt die KfW erstmals eine Vorhersage vor. kf

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