Frauen in der IT-Branche 2018
Deutschland hat den größten geschlechtsspezifischen Lohnunterschied in Westeuropa
Angesichts der andauernden öffentlichen Debatte über die Gleichberechtigung der Geschlechter hat Honeypot den Index „Frauen in der IT-Branche 2018” veröffentlicht. Die Ergebnisse machen Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Allgemeinen und in der IT-Branche deutlich.
Die Jobbörse legt einen besonderen Fokus auf Stellen für Software-EntwicklerInnen und möchte mit der Analyse der Gleichberechtigung von Männern und Frauen in der IT-Branche ihre Rolle als BranchenexpertInnen stärken. Neben anderen Faktoren werden in der Studie der Anteil erwerbstätiger Frauen, das geschlechtsspezifische Lohngefälle und die Jobmöglichkeiten für Frauen in der IT-Branche analysiert. Durch die Veröffentlichung der Ergebnisse möchte Honeypot die Länder hervorheben, in denen die Chancen innerhalb des IT-Sektors für Frauen am besten sind und so die gesamte Branche darin bestärken, weitere Schritte in Richtung Gleichberechtigung zu unternehmen.
• In Deutschland verdienen Frauen im IT-Sektor 6,13 % weniger als in anderen Berufen. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle in dieser Branche beträgt 25 %.
• In Portugal, den USA und Lettland haben Frauen in IT-Berufen die besten Chancen. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle innerhalb der IT-Branche beträgt in diesen Ländern 6-7 % weniger als das allgemeine durchschnittliche Lohngefälle.
• In den USA sind die Jahresgehälter für Frauen in der IT-Branche mit 70.153€ am höchsten, gefolgt von Irland (49.052€) und der Schweiz (47.814€).
• Bulgarien hat mit 30 % den höchsten prozentualen Frauenanteil in der IT-Branche, gefolgt von Australien (28 %) und Rumänien (26 %).
„Das geschlechtsspezifische Lohngefälle in der IT-Branche beträgt in Deutschland 25 %. Dies stellt den schlechtesten Wert in Westeuropa dar und ist doppelt so hoch wie in Belgien und Frankreich, wo die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen 11,8 % beträgt. Dies deutet darauf hin, dass der IT-Sektor in Deutschland in Sachen Gleichberechtigung hinter anderen westlichen Ländern zurückliegt”, sagt Emma Tracey, Co-Gründerin von Honeypot. „Zwar unternimmt die deutsche Regierung Schritte, die sich positiv auf die Gleichberechtigung in der Wirtschaft auswirken sollen, wie das Lohntransparenzgesetz, das im Juli 2017 in Kraft getreten ist, jedoch bleibt abzuwarten, ob dieses tatsächlich Wirkung zeigt oder lediglich zu mehr Bürokratie führt.“, sagt sie.
Die vollständigen Resultate der Studie können hier eingesehen werden:
www.honeypot.io/de/women-in-tech-2018








