Wirtschaft + Unternehmen

Fakuma-Nachlese: Schall-Flaggschiff segelt auf Erfolgskurs

Mit 1.700 Ausstellern und 44.176 Fachbesuchern aus 35 Ländern ging am Samstag die 22. Fakuma zuende. Damit erreichte die Internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung beinahe den Rekordwert des Boomjahres 2008, was laut Veranstalter P. E. Schall unter den gegebenen, wirtschaftlich durchaus schwierigen Umständen als positives Signal zu werten sei.

Vom 16. bis 20. Oktober 2012 stand die Messe Friedrichshafen ganz im Zeichen der Kunststoffverarbeitung.

Ob innovative Spritzgießtechnologien oder neuartige Temperierverfahren, ob Biokunststoffe oder holzverstärkte Kunststoffe mit antibakteriellen Eigenschaften, ob unkonventionelle, kreative Konstruktionslösungen oder individuelle Werkstoffrezepturen, ob energiesparende Produktionsverfahren oder effizienzsteigernde Automatisierung - die Fakuma zeigte dem Fachpublikum aus aller Welt mehr als nur den aktuellen Stand der industriellen Kunststoffverarbeitung auf. Spritzgießen, Extrusion, Thermoformen, dazu solche Derivate wie Mikrospritzgießen, Sintern oder abtragende Formgebung, die Messe war geprägt von Nutzen stiftenden Entwicklungen in allen Anwendungsbereichen für moderne Kunststoffe. Damit, und mit einer stolzen Anzahl von rund 1.700 Ausstellern aus 35 Ländern sowie stetig steigender Internationalität (von 44.176 Fachbesuchern kamen 31% aus dem Ausland) dürfe die Fakuma 2012 für sich erneut das Prädikat Kunststoff-Leitmesse des Jahres beanspruchen, so der Veranstalter P. E. Schall. Diesem hohen Anspruch dauerhaft gerecht zu werden, sei das erklärte Ziel des privaten Messeunternehmens. Seit nunmehr 50 Jahren mit der Entwicklung, Organisation und Durchführung von technischen Fachmessen sowie von technisch orientierten Publikumsmessen beschäftigt, stellt u. a. die Fakuma eines der global etablierten Flaggschiffe dar. Mit den erwähnten rund 1.700 Ausstellern wurde diesmal sogar fast der Rekord des Boomjahres 2008 erreicht. Unter den gegebenen Umständen (Euro-Krise,stagnierende bis rückläufige Märkte in Südeuropa) sei dies als deutliches Signal für die Robustheit der Kunststoffbranche und natürlich auch hinsichtlich des hohen Stellenwerts der Fakuma als globaler Business-Plattform zu werten, heißt es weiter. Sichtbar geworden sei dies auch anhand von zahlreichen Schildern mit der Bezeichnung "Verkauft!", womit die Fakuma einmal mehr als "Ordermesse" eingestuft werden könne, was im Bereich der Investitionsgüter-Beschaffung heute eher selten sei.

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Vergleichsweise viele Vertreter namhafter Aussteller-Unternehmen aller Größenordnungen äußerten sich überaus positiv, was den "Mix" der international geprägten Fachbesucher anbelangte. Zum einen konnten sowohl Bestands- als auch Neukunden aus dem In- und Ausland begrüßt werden. Zum anderen präsentierte sich die Fakuma wie gehabt als "Arbeitsmesse", weil eine hohe Quote an Fachbesuchern mit konkreten Aufgabenstellungen aufwartete und Lösungen sowie daraus resultierende Investments direkt auf Entscheider-Ebene diskutiert wurden.

Dass die bewährte und zielführende Praxis- und Business-Orientierung der Fakuma bis heute mit einem die Branche verbindenden persönlichen "Familien-Charakter" einhergeht, sieht der Vorsitzende des Ausstellerbeirats und Geschäftsführer der motan-holding gmbh, Ulrich Eberhardt, absolut positiv: "Die Fakuma war, ist und bleibt eine hervorragende Plattform für die führenden Unternehmen der Kunststoffbranche, um dem nationalen und internationalen Fachpublikum umfangreiche und innovative Angebote rund um die Themen Spritzgießen und Extrusion zu bieten. Die Fakuma ist Informations- und Kommunikationsforum, Ideengeber und Trend-Barometer der Kunststoffbranche." Ähnlich äußerte sich Dipl.-Ing. Helmut Gries, Geschäftsführung Vertrieb und Marketing bei gwk: "Auf Grund unserer qualifizierten Messeberichte konnten wir am Mittwoch den Tagesrekord aller unserer bisherigen Fakuma- Auftritte verzeichnen - und wir sind von Anfang an dabei."

Die nächste Fakuma findet vom 14. bis zum 18. Oktober 2014 wieder in der Messe Friedrichshafen am Bodensee statt. kf

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