Wirtschaft + Unternehmen

Elektronikindustrie meldet weniger Aufträge

Im Februar dieses Jahres sind die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie mit knapp 2 Prozent leicht hinter ihrem Vorjahreswert zurück geblieben. "Mit einem Zuwachs von rund einem Fünftel waren sie allerdings vor einem Jahr besonders stark gestiegen", relativiert Dr. Andreas Gontermann, Chefvolkswirt beim Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e. V. (ZVEI), Frankfurt am Main. Während die Bestellungen aus dem Inland im Februar um 7,5 Prozent gegenüber Vorjahr sanken, legten die Auslandsorders um 4 Prozent zu.

Von Januar bis Februar dieses Jahres haben die Auftragseingänge ihren Vorjahresstand um dreieinhalb Prozent verfehlt, so der Verband. Inländische und ausländische Kunden orderten dabei 6 bzw. ein Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum. Die Erlöse der Elektrounternehmen sind im Februar dieses Jahres um 3 Prozent gegenüber Vorjahr auf 14 Milliarden Euro gewachsen. "Dabei hat der Inlandsumsatz wie schon im Vormonat stärker zugelegt als der Auslandsumsatz", ergänzte Dr. Gontermann. So stieg der Umsatz mit inländischen Kunden um viereinhalb Prozent auf 7,4 Milliarden Euro, der mit ausländischen Kunden um knapp 1 Prozent auf 6,6 Milliarden Euro.

Zwischen Januar und Februar 2012 belief sich das Erlöswachstum auf vier Prozent gegenüber Vorjahr und erreichte ein Volumen von 27,3 Mrd. Euro. Während das Inlandsgeschäft um 8 Prozent auf 14,5 Milliarden Euro zulegte, gab das Auslandsgeschäft um 1 Prozent auf 12,8 Milliarden Euro nach.

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Ifo-Geschäftsklima: Erwartungen hellen sich weiter auf

Im März dieses Jahres haben die Unternehmen der deutschen Elektroindustrie sowohl ihre aktuelle wirtschaftliche Situation als auch ihre Erwartungen für die kommenden sechs Monate besser beurteilt als im Vormonat. "Bei der Lageeinschätzung hat sich der Saldo aus positiven und negativen Antworten im März auf 24 Prozent erhöht - nach 22 Prozent im Februar. Auch die Geschäftsaussichten für das nächste halbe Jahr sind gut: Die Zahl der (weiter) steigende Geschäfte erwartenden Firmen übertrifft diejenige mit rückläufigen Erwartungen jetzt um das Doppelte", sagte Dr. Gontermann.Das Geschäftsklima in der Branche insgesamt - als Mittel aus Lagebeurteilung und Erwartungen - ist im März entsprechend gestiegen.

Ressourceneffizienz gewinnt an Bedeutung

Einer aktuellen ZVEI-Umfrage zufolge spielt Ressourceneffizienz eine immer größere Rolle in der Elektroindustrie. Was die eigenen Produktionsprozesse anbelangt, haben vier von fünf Unternehmen in den letzten Jahren den Ressourceneinsatz zur Herstellung ihrer Produkte kontinuierlich gesenkt. Zudem werden 38 Prozent des gesamten Branchenumsatzes - von 178 Milliarden Euro im Jahr 2011 - mit Produkten erlöst, die auf Abnehmerseite nachhaltig zu mehr Ressourceneffizienz beitragen. Schließlich widmen 97 Prozent der Elektrounternehmen immer höhere Anteile ihrer F&E-Budgets der Steigerung der Ressourceneffizienz. Im vergangen Jahr hat die deutsche Elektroindustrie insgesamt 12,6 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung aufgewendet. Dies entspricht einem Viertel aller privaten F&E-Aufwendungen hierzulande. kf

 

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