Eigenständige Tochtergesellschaft

Annina Schopen,

Baerlocher organisiert Europa-Geschäft neu

Zum 1. Juli 2026 überträgt Baerlocher sein operatives Geschäft auf eine neu gegründete Tochtergesellschaft: Baerlocher Germany mit Sitz in Lingen. Die hundertprozentige Tochter der bisherigen Baerlocher übernimmt künftig das Europa-Geschäft, während sich die Muttergesellschaft auf ihre Holdingfunktion konzentriert.

Arne Schulle, CEO Baerlocher (l.), und Dr. Thomas Doege, Geschäftsführer Baerlocher Germany © Baerlocher

Hinter dem Schritt steht der Wunsch nach mehr organisatorischer Klarheit. Operative Verantwortung und zentrale Holdingaufgaben sollen konsequent getrennt werden, um Entscheidungswege zu verkürzen und die Kundenorientierung zu stärken. CEO Arne Schulle beschreibt die neue Struktur als transparenter und leistungsfähiger – mit eindeutigen Zuständigkeiten auf beiden Ebenen.

Die Baerlocher Germany verantwortet das Europa-Geschäft in den Bereichen PVC-Stabilisatoren und Spezialadditive. Geschäftsführer Dr. Thomas Doege betont, dass sich für Kunden im Alltag wenig ändern wird: Ansprechpartner bleiben dieselben, die gewachsenen Geschäftsbeziehungen bestehen fort. Kontinuität und Verlässlichkeit sollen auch unter dem neuen Dach das Bild prägen.

Doege räumt ein, dass Europa ein anspruchsvolles Marktumfeld bleibt – sieht darin aber keinen Grund zur Zurückhaltung. Als Teil des globalen Baerlocher-Netzwerks will die neue Gesellschaft ihren Kunden in Polymer- und Non-Polymeranwendungen stabile Lieferketten und gleichbleibend hohe Produktqualität bieten. Nachhaltigkeit bleibt dabei ein fester Bestandteil des Leistungsangebots: mit langjährig aufgebauter Expertise, anwendungsspezifischen Lösungen und einem klaren Bekenntnis zu innovativen Produktentwicklungen.

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Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Produktfamilie Baerolub AID – eine PFAS-freie Alternative zu herkömmlichen Verarbeitungshilfsmitteln für Polymere. Die Produkte sind auf hohe Produktivität und Wirtschaftlichkeit bei der Folienherstellung ausgelegt und unterstützen Verarbeiter dabei, die Anforderungen der EU-Verpackungsverordnung PPWR in Bezug auf den PFAS-Ausstieg zu erfüllen.

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