Wirtschaft + Unternehmen

Die Masche mit dem Tunnel

Das Intranet ist inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Die Vernetzung ist barer Gewinn ¿ keine Frage. Doch was tun, wenn die Firma wächst und die ersten Niederlassungen ans heimische Netz angeschlossen werden müssen? Virtuelle Netzwerke verbinden dann das expandierende Unternehmen.

Sie haben es geschafft: Werk 2 hat gerade die Produktion angefahren, die dritte Vertriebsniederlassung eröffnet nächsten Monat und der neue Außendienstler macht sich gut. Ihr kleines Imperium brummt, zwischen allen Dependancen wird eifrig telefoniert und gefaxt. Nur beim Datenfluss, da hapert´s. Werk 2 müsste eigentlich ans Intranet des Stammsitzes angekoppelt sein, die morgendlichen und abendlichen E-Mails der Vertriebsniederlassungen mit den ellenlangen Dateianhängen über Verkaufszahlen blockieren die Leitung und den Außendienstler ist datenmäßig außen vor. Was tun? Auf´s Internet setzen? So ganz wohl ist Ihnen nicht dabei, unternehmenskritische Daten durch die wilde, weite Welt zu schicken. Hacker, Viren oder ganz einfach Unzuverlässigkeit. Da legt die Mail trotz High-Speed-Zugang schon mal ein Schneckentempo vor. Sie können natürlich auf Nummer sicher gehen und streng nach dem Motto "Alles meins" auch eine eigene Standleitung anmieten und so zumindest Werk 2 fest an Ihr Stammhaus binden. Aber dann müssen Sie wahrscheinlich den neuen Außendienstler wieder entlassen, um den nötigen Netzwerkadministrator, die Leitungskosten und die Hardware bezahlen zu können.

Das Beste aus Netz und Leitung

Ein Mittelding wär da nicht schlecht, einfach wie das Internet und zuverlässig und sicher wie eine Standleitung. Und bezahlen am besten nur dann, wenn Sie´s wirklich benutzen. VPN heißt die Lösung. Im virtuellen privaten Netzwerk können Sie die Daten so zwischen Ihren Niederlassungen versenden, wie Sie es in Ihrem Intranet oder LAN (Local area network) gewohnt sind. Dazu werden in einem öffentlichen Netzwerk so genannte Tunnel eingerichtet, vom restlichen Datenverkehr abgeschottete Übertragungskapazitäten, die wie eine Standleitung auf Zeit funktionieren. Dieses "öffentliche Netz" ist bei Arcor nicht irgendein Netz oder gar das offene Internet, sondern das unternehmenseigene Hochgeschwindigkeits-Datennetz.

Innerhalb dieses Netze bieten die Telefonleute verschiedene Anschlussvarianten an Ihr VPN an. Grundstein zum regen Bit- und Byte-Austausch ist das Company Net. Über einen Festanschluss ist hier Ihr Stammhaus mit dem Netz verbunden. Allzeit bereit an alle angeschlossenen Partner im VPN Daten zu senden oder von ihnen zu empfangen. Technik, Netzwerkverwaltung, Routing (was ist das?) interessiert Sie nicht, das machen die rothaarigen Damen und Herren für Sie. Stattdessen behalten Sie über einen normalen Web-Browser den Überblick über Auslastung, gerade angeschlossene Partner und Übertragungsstatistiken.

Für Werk 2 ist der Company Dialog die richtige Lösung. Sparsam wie beim heimischen Surfen wird hier die Verbindung zum VPN nur aufgebaut, wenn wirklich Daten übertragen werden sollen. Allerdings müssen Sie die Kollegen in Werk 2 nicht ständig auffordern, sich einzuloggen, wenn Sie mal was schicken wollen. Die Verbindung kann bei Bedarf von jedem anderen Partner im VPN aufgebaut werden. Somit fließen Mails wie im Intranet gewohnt sofort hin und her und die EDV-Abteilung im Stammhaus kann auch mal unvermittelt ein Datenpaket zur Rechnerwartung an Werk 2 schicken.

Mehrweg statt Einweg

Für die Verkaufsniederlassungen, die nur ihre täglichen Rapports schicken, genüg wahrscheinlich der Company Dialog, die Wählverbindung ohne Möglichkeit diese von außen aufzubauen. In beiden Fällen sorgt ein mitgeliefertes Gerät, ein sogenannter Dial-In-Router, für die Verbindung zwischen dem Ethernet des Intranets und der ISDN-Leitung auf.

Über Company Remote letztendlich wird der Außendienstler zum Innendienstler mit Sitz beim Kunden. Er wählt sich über das normale Telefon oder sein Handy in das VPN ein gibt ein Passwort ein und hat dann direkten Zugriff auf die gleichen Dateien und Verzeichnisse wie sein Kollege am heimischen Schreibtisch. Um Peinlichkeiten beim Einloggen über den Telefonanschluss des Kunden zu vermeiden, ist der Anruf übrigens kostenlos. Abgerechnet wird über die Zentrale.

Für jeden etwas also und so kann aus einem virtuellen Netzwerk schnell ganz realer Erfolg wachsen. Den Gewinn können Sie übrigens komplett in den Ausbau Ihres Imperiums stecken, Ihr ganz privates Netzwerk wächst ohne Neuinvestitionen einfach mit. Matthias Meier

Links: http://www.daten.arcor.net

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