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Bosch-Rexroth baut Konzernstruktur um
Bosch Rexroth baut seinen Konzern innerhalb der Vertriebssparten zum 1. Juli komplett um. Künftig werden nur noch drei Business Units gegenüber den Kunden auftreten: Industrial Appplications (gegenwärtig etwa 65 Prozent des Umsatzes), Mobile Apllications (30 Prozent Anteil) und Renewable Energies, der stark wachsende Hoffnungsträger des Konzerns aus Lohr am Main. Der zum 1 Juli altersbedingt scheidende Vorstandsvorsitzende Dr.Albert Hieronismus wird den neuen Rexroth-Chef Dr. Karl Tragl (Bild) bei dieser Konzernumstrukturierung noch beratend begleiten und gleichzeitig in den Aufsichtsrat wechseln.
2009 furchte die weltweite Wirtschaftskrise mit einem um rund 30 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro gesunkenen Umsatz auch in die Bilanz der Bosch Rexroth AG tiefe Spuren. Bis zum Beginn der Krise war das Unternehmen innerhalb von acht Jahren seit der Übernahme durch Bosch um mehr als 50 Prozent aus eigener Kraft gewachsen.
Mit einer spürbaren Erholung des Umsatzes rechnet die Bosch Rexroth AG im zweiten Halbjahr 2010, nachdem bereits in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres der Auftragseingang den entsprechenden Vorjahreswert übersteigt, aber 2008 noch nicht erreicht. Die Unternehmensspitze geht davon aus, dass es noch mehrere Jahre dauert, bis der Maschinen- und Anlagenbau wieder das Rekordniveau von 2007 erreichen wird.Im letzten Jahr wurden bei der Bosch-Tochter keine schwarzen Zahlen mehr geschrieben. Konkret wollte sich Hieronimus aber nicht äußern.
Gegen den Trend erzielte Bosch Rexroth auch 2009 in China und Indien zweistellige Wachstumsraten und hielt in Brasilien den Umsatz auf Vorkrisenniveau.
Rexroth setzt nach eigenen Angaben stark auf das seine Mitarbeiter, um wieder auf den Wachstumskurs einzuschwenken. "Bosch Rexroth hat 2009 in besonderem Maße darauf geachtet, seine Kernmannschaft weitestgehend im Unternehmen zu halten", sagte Hieronimus. "Dazu haben wir alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen zur Arbeitszeitflexibilisierung und -verkürzung genutzt." Die Zahl der Beschäftigten sank dennoch weltweit im Krisenjahr um rund drei Prozent auf 34.200. <i>bw<i>









