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Bosch-Gruppe erwartet Ergebnisverbesserung
Die Bosch-Gruppe verzeichnete im vergangenen Geschäftsjahr 2012 ein Umsatzplus von 1,9 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt lag der Umsatz um 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen ein Umsatzplus von zwei bis vier Prozent.
"Wir haben viele Maßnahmen eingeleitet, um den Ertrag in diesem Jahr zu steigern", erklärte Dr. Volkmar Denner, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei der heutigen Bilanz-Pressekonferenz in Stuttgart. "Gleichzeitig werden wir Wachstumschancen wahrnehmen, sowohl auf etablierten Arbeitsgebieten als auch beim Aufbau neuer Geschäftsfelder", so Denner weiter.
Nach wie vor sieht das Unternehmen erhebliche konjunkturelle Risiken, die aus der hohen Staatsverschuldung in den USA und Europa resultieren. Für den europäischen Wirtschaftsraum geht Bosch zwar von einem Ende der Rezession aus, erwartet im laufenden Jahr jedoch eine Stagnation der wirtschaftlichen Entwicklung. Vor diesem Hintergrund war die Umsatzentwicklung der Bosch-Gruppe im ersten Quartal 2013 verhalten.
Verbesserung des Ergebnisses im Fokus
Bosch wird auch 2013 die bereits im vergangenen Jahr begonnenen Maßnahmen zur Verbesserung des Ergebnisses fortführen. Dazu gehören unter anderem die enge Steuerung von Wachstumsgebieten und die Begrenzung von Fixkosten, Investitionen sowie Unternehmenszukäufen. Zur flexibleren Anpassung der Personalkosten an konjunkturelle Schwankungen wurde für die deutschen Standorte bereits Ende 2012 eine Konzernbetriebsvereinbarung abgeschlossen. Zuwachs im Umsatz erwartet Bosch von innovativen und nutzenstiftenden Produkten, internetbasierten Geschäftsmodellen sowie dem weiteren Ausbau der internationalen Präsenz.
Umsatz 2012: plus 1,9 Prozent - Solargeschäft verhagelt die Bilanz
Im Geschäftsjahr 2012 erhöhte sich der Bosch-Umsatz um 1,9 Prozent auf 52,5 Milliarden Euro. Wechselkursbereinigt lag der Umsatz um 0,8 Prozent unter dem Vorjahreswert. Bezogen auf das Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern weist Bosch eine Umsatzrendite von 2,5 Prozent aus. Das Ergebnis vor Steuern erreichte 2,8 Milliarden Euro (5,3 Prozent des Umsatzes), da Bosch durch den Verkauf einer Finanzbeteiligung einen Buchgewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt hat. Negativ belastet wurde das Ergebnis vor allem durch einen hohen Verlust im Geschäftsbereich Solar Energy, erhebliche Vorleistungen für Zukunftsprojekte sowie das schwache Umsatzwachstum und erst zeitversetzt wirkende Maßnahmen zur Kostensenkung. Die ab dem Jahr 2008 teuer aufgebaute Sonnenenergiesparte brachte dem weltgrößten Autozulieferer allein im abgelaufenen Jahr gut eine Milliarde Euro Verlust, wie Bosch-Chef Volkmar Denner mit Blick auf die in Stuttgart vorgelegten Zahlen sagte. Zur Zukunft der Sparte Solar - dem Problemkind in der Konzernbilanz - sagte Denner: "Im Moment ist es noch zu früh, über das Thema abschließend zu sprechen." Bosch müsse da zunächst erst etwas "abschließen". Welche Szenarien - etwa Verkauf, Einstieg eines Partners oder gar die Schließung - infrage kämen, ließ der seit Mitte 2012 amtierende Unternehmenslenker offen.
Mitarbeiterzahl weltweit leicht gestiegen
Den Mitarbeiteraufbau hat Bosch 2012 an die Umsatzentwicklung angepasst. Weltweit ist die Mitarbeiterzahl im Verlauf des vergangenen Jahres nur leicht um 3 400 auf 305.900 gestiegen. Im bestehenden Geschäft wurden rund 1 500 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Der restliche Aufbau von rund 1 900 Mitarbeitern resultiert aus Konsolidierungseffekten. Der größte Zuwachs fand in Asien-Pazifik statt. In Europa ging die Zahl der Mitarbeiter leicht zurück, in Deutschland blieb sie fast unverändert. Gleiches gilt für Nord- und Südamerika. Für 2013 rechnet Bosch vorwiegend in der Wachstumsregion Asien-Pazifik mit einem höheren Personalbedarf. Die Zahl der neuen Auszubildenden wird in Deutschland mit rund 1 500 auf Vorjahresniveau bleiben.
Die Bosch-Kennzahlen, aufgeteilt nach Geschäftsbereichen und Regionen, entnehmen Sie bitte dem beigefügtem PDF. kf









