Werkstoffe

Kältefester Schaumstoff isoliert Tanks

Eine interessante Anwendung für die bisher fast unbekannten Tieftemperatur-Eigenschaften ihres Melaminharz-Schaumstoffs Basotecthaben die Entwickler von BASF aufgetan. Sie fanden in Tests ­heraus, dass Stahlbehälter, die mit etwa –160°C kaltem Flüssiggas gefüllt sind, mit dem Schaumstoff dauerhaft isoliert werden können.

Da der Bedarf an Transportsystemen für Liquified Natural Gas (LNG) nach Ansicht von Fachleuten in den nächsten Jahren stark steigen wird und die heute angewandte Technologie des Flüssiggastransports veraltet ist, könnte das Material hier gute Dienste leisten. Die hohe Kältebeständigkeit des Schaumstoffs ist bisher technisch noch nicht genutzt worden.

In Laborversuchen widersteht das Material sogar Temperaturen von knapp ‑200 °C. Für die Anwendung als LNG-Tankisolierung bietet der Schaumstoff daher eine sehr günstige Kombination von Merkmalen: Seine gute Elastizität und sein Wärmedämmvermögen bleiben auch bei sehr niedrigen Temperaturen erhalten. Damit könnte der Nachteil herkömmlicher Schaumisolierungen überwunden werden, die bei tiefen Temperaturen verspröden. Auch ein Verbundsystem aus Basotect und anderen Schaumstoffen kann man sich in Ludwigshafen vorstellen. Dabei würde der konventionelle, versprödende Schaumstoff mit seinen spezifischen Eigenschaften wie Wärmedämmung und Verarbeitbarkeit durch eine Basotect-Schicht mit ihrer guten Tieftemperaturbeständigkeit vor der Kälte des flüssigen Gases geschützt.

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Das BASF-Material hat eine offenzellige Schaumstruktur, ist neben den genannten Eigenschaften schwer entflammbar sowie sehr leicht, elastisch und schallabsorbierend. Bisher kommt es zur Schalldämmung an Gebäuden, in Akustikprüfständen, Kinos und VIP-Lounges, unter der Motorhaube, aber auch in Flugzeug-Sitzpolstern und bei der Flugzeug-Innendämmung zum Einsatz.ms

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