Interview zur Blechexpo
KI-gestützte Robotik integrieren
Einen Ausblick auf die Blechexpo, die vom 21. bis 24. Oktober in Stuttgart stattfindet, gibt Markus Hees, Geschäftsführer von Trumpf Deutschland Werkzeugmaschinen, im Interview mit Andreas Mühlbauer. Er erläutert auch die künftigen Technologie- und Entwicklungsschwerpunkte des Unternehmens und der Branche.
Welche Produkte wird Trumpf bei seinem diesjährigen Messeauftritt auf der Blechexpo in den Vordergrund stellen?
Unser Schwerpunkt liegt auf Biege-Lösungen. Wir zeigen etwa die neue Generation unserer Biegemaschinen TruBend 3000. Die Maschine wurde komplett überarbeitet und bietet eine beeindruckende Kombination aus Produktivität, Präzision und Energieeffizienz. Mit bis zu 40 Prozent kürzerer Durchlaufzeit gegenüber dem Vorgängermodell und einer Teilegenauigkeit, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht, setzen wir neue Maßstäbe. Ergänzt wird unser Messeauftritt durch die TruBend 7050 mit der mobilen Roboterzelle Flex Cell, die eine einfache Automatisierung ermöglicht – ideal für Unternehmen mit häufig wechselnden Bauteilen und kleinen Losgrößen.
Welche Rolle spielen Automatisierung und Digitalisierung in Ihren Produkten, und gibt es einen Fokus auf nachhaltige Lösungen?
Automatisierung und Digitalisierung sind zentrale Bestandteile unserer Produktstrategie. Die neue TruBend 3000 beispielsweise ist mit dem automatischen Winkelmesssystem ACB Laser ausgestattet, das höchste Teilequalität vom ersten Bauteil an garantiert. Unsere Software TecZone Bend ermöglicht eine einfache Programmierung direkt an der Maschine – selbst ohne Vorkenntnisse.
Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle: Der On-Demand Servo Drive reduziert den Energieverbrauch um bis zu 30 Prozent gegenüber herkömmlichen hydraulischen Antrieben. Zudem bieten wir digitale Services wie Condition Monitoring und Remote Control, die Stillstandzeiten minimieren und Ressourcen schonen.
Welche Innovationen im Bereich Blechbearbeitung stehen 2025 und 2026 im Fokus?
Wir fokussieren uns auf intelligente Fertigungssysteme, die Einzelmaschinen mit den Vorteilen der Linienfertigung kombinieren. Auf der Blechexpo zeigen wir ein hochproduktives System, das über ein Stopa-Lager indirekt verkettet ist. Damit lassen sich sowohl Einzelteile als auch hohe Stückzahlen wirtschaftlich fertigen. Zudem treiben wir die Integration von KI-gestützter Robotik voran, wie bei der Flex Cell, die sich selbst programmiert, sobald CAD-Daten hochgeladen werden – ein echter Gamechanger für die Branche.
Welche Trends sehen Sie zurzeit in der Blechbearbeitung, und wie passt Trumpf sein Produktportfolio daran an?
Der Trend geht klar in Richtung Flexibilität, digitale Vernetzung, Automatisierung und Energieeffizienz. Unternehmen müssen schneller auf wechselnde Anforderungen reagieren können, bei gleichzeitigem Kostendruck. Unsere Lösungen – von der TruBend 3000 über die Flex Cell bis hin zu vernetzten Fertigungssystemen – sind exakt darauf ausgerichtet. Wir bieten Maschinen, die intuitiv bedienbar sind, sich nahtlos in digitale Prozesse integrieren lassen und gleichzeitig höchste Sicherheit und Nachhaltigkeit gewährleisten.
Blechexpo, Halle 1, Stand 1404









