
Ceramtec eröffnet neue Ofenhalle in Marktredwitz
Mit der Einweihung einer neuen Ofenhalle setzen die Keramikspezialisten von Ceramtec ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Geschäftsbereichs Chemietechnik am Standort Marktredwitz.

Dr. Hadi Saleh, bisher Chief Operating Officer Medical bei CeramTec übernimmt mit sofortiger Wirkung die Konzernführung.
Ceramtec hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Bestmarke im Umsatz nochmals übertroffen. Mit einem Plus von mehr als fünf Prozent auf 501 Millionen Euro konnte der Keramik-Hersteller weiter auf die Geschäftserfolge des vergangenen Jahres aufbauen.
Die Glimmerglaskeramik Vitronit erfreut sich immer größerer Beliebtheit unter Konstrukteuren und Entwicklungsingenieuren. Das hat seinen guten Gründe. Insbesondere wenn Kunststoffe oder Metalle an ihre physikalischen Grenzen stoßen, ist dieser porenfreie Keramik-Werkstoff inzwischen eine sehr gefragte Alternative.
Ceramtec ist es gelungen, eine transparente Keramik im Serienmaßstab herzustellen, die extrem belastbar und sehr beständig ist. Sie heißt Perlucor und weist einen drei- bis viermal höheren Härte- und Festigkeitsgrad als konventionelles Glas auf.
Die Ceramtec Gruppe mit Sitz in Plochingen hat vergangene Woche einen neuen Produktionsstandort in China eröffnet. Damit reagiert der Keramikhersteller auf die gestiegene Nachfrage nach technischer Keramik im asiatischen Raum.
Für viele Kunden ist das Unternehmen WZR Ceramic Solutions nicht mehr „nur“ Entwicklungspartner, sondern auch Serienfertiger. Regelmäßig macht es dabei durch verfahrenstechnische Innovationen von sich Reden – wie etwa durch die Realisierung komplexer Baugruppen, bei denen verschiedene Werkstoffe – gefertigt in unterschiedlichen Formgebungsverfahren – zu multifunktionalen Konstruktionen zusammenfinden.
Mit dem Markt für technische Keramik wuchs auch die Kredenbacher Firma Ceratec und etablierte sich in der Branche als Zulieferer von Keramikelementen. Das Unternehmen steht unter anderem für die Fähigkeit, schnell und flexibel auf den Markt zu reagieren.
Bei der Entwicklung von Produkten aus Technischer Keramik wenden sich viele Forschungsinstitute und Universitäten an das Werkstoffzentrum Rheinbach (WZR). Denn als einer von wenigen in diesem Bereich kann der Werkstoff-Dienstleister durch den Einsatz moderner Präzisionsverfahren die Iterationsstufen einer Bauteile-Entwicklung wirtschaftlich und flexibel begleiten.
Moderne Keramik-Werkstoffe, beispielsweise für den Einsatz in Schweiß-, Kraftwerks- oder Isolationstechnik, punkten nicht zuletzt auch mit hohen Schmelzpunkten, thermodynamischer Festigkeit und einer geringen Wärmeleitfähigkeit.
Typische Einsatzgebiete für keramische Beschichtungen sind der Verschleiß- und Korrosionsschutz, die elektrische und thermische Isolation bei hohen Temperaturen sowie die Erhöhung der Hochtemperaturfestigkeit von Produkten aus anderen Materialien.