Sicherheitssteuerungen
Fiessler setzt mit der FMSC auf ein modulares Konzept
Im Gegensatz zu dem allgemeinen Trend, Sicherheitssteuerungen zu „brand labeln“, setzt Fiessler Elektronik auf eine komplette Eigenentwicklung der Steuerung. Durch den direkten Zugriff auf Hard- und Software kann die Sicherheits-SPS schneller angepasst werden.
Die Sicherheitssteuerung FMSC, Fiessler Modular Safety Controller, ist die nächste Generation von Steuerungen im Hause Fiessler Elektronik, die über ein modulares Konzept verfügt. Somit kann das Steuerungskonzept flexibel und effizient an die steuerungstechnische Aufgabe angepasst werden. Dazu stehen verschiedene Master- als auch Slavegeräte zur Verfügung.
Jedes Modul besitzt zwölf Eingänge, vier sichere Ausgänge und fünf Standardausgänge. Ein zweistelliges Display für die Erstdiagnose sowie ein USB-Port für die Online-Diagnose runden das Hardwareprofil der Sicherheitssteuerung FMSC ab. Die Module werden einfach auf eine Hutschiene aufgesteckt. Sollen mehrere Module in einer Anwendung zum Einsatz kommen, so werden diese mittels eines Rückwandbussteckers einfach miteinander verbunden.
Bewährte Funktionen wurden von der Vorgängersteuerung FPSC übernommen. Gehörte diese mit ihrer „Shut down“-Funktion mit einer maximalen Abschaltzeit von 0,5 ms schon zu den schnellsten Sicherheitssteuerungen, so wurde dieses Prinzip auf für die neue Steuerung übernommen. Neu ist, dass nun jeder Eingang für diese Funktion parametriert werden kann. Dies erfolgt einfach im Konfigurator der FMSC-Studio-Programmiersoftware. Durch den Einsatz neuester Technologien wurde die Zykluszeit der FMSC verringert. Dies wurde auch zwangsläufig notwendig, denn die Sicherheitssteuerung kann bis zu 17 Achsen nach Performance-Level e überwachen. Durch diese Eigenschaft können ganz neue Anwendungsfälle erschlossen und gelöst werden.
Sicheres Teamwork
Eine weitere Neuerung ist die parametrierbare Abschaltverzögerung der sicheren Ausgänge. Wird ein Hardwarefehler beziehungsweise Kurzschluss am Eingang einer Sicherheitssteuerung entdeckt, so schalten diese im Normalfall sofort in den sicheren Zustand, das heißt, die Ausgänge werden sofort abgeschaltet. Dies kann mitunter zu gefährlichen Situationen führen, wenn zum Beispiel gerade ein größeres Teil an einem Roboterarm bewegt wird. Durch die aufkommende große Fliehkraft könnte sich dieses lösen und somit Personen im Umfeld gefährden oder sogar verletzen. Der FMSC stellt hier die Möglichkeit zur Verfügung, sichere Ausgänge auch im Fehlerfalle so zu verzögern, dass der Roboter kontrolliert zum Stillstand gebracht werden kann ohne dass die erwähnten Fliehkräfte durch ein abruptes Abbremsen aufkommen können.
Des Weiteren können Lichtschrankenanwendungen, in denen verschiedene Betriebsarten der Lichtschranke, zum Beispiel Schutzbetrieb oder fix beziehungsweise floating blanking, benötigt werden, einfach realisiert werden. Die notwendige Umprogrammierung der Lichtschrankenfunktion kann direkt über die Sicherheitssteuerung FMSC erfolgen, was ein Lichtschrankenprogrammiergerät überflüssig macht.
Die Programmierung der FMSC erfolgt mittels FMSC Studio auf zeichnerischem Wege. Mit Hilfe eines eingebauten Simulators kann das erstellte Programm dann am Arbeitsplatz gleich getestet werden. ee
SPS IPC Drives, Halle 7, Stand 196









