Prüftechnik

Andreas Mühlbauer,

Umsatzwachstum 2021 und Optimismus für 2022

Die wirtschaftliche Lage der Prüftechnik-Branche hat sich gegenüber dem Frühjahr spürbar verbessert. Dennoch hat die Branche die Corona-Krise noch nicht ganz überwunden.

Dr. Matthias Irle, EMG Automation und Vorsitzender der Fachabteilung Prüftechnik. © EMG

Die Produktion im ersten Halbjahr 2021 lag bei 985 Millionen Euro, das sind 5 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Auftragseingänge erholen sich zwar, die Zuwächse sind aber verglichen mit dem gesamten Maschinenbau noch auf niedrigem Niveau.

Insgesamt erwarten die Unternehmen für 2021 Umsatzwachstum, für die Branche insgesamt von rund 6 Prozent. Dabei sind die Firmen etwas optimistischer als noch im Frühjahr, dass sie ihr Umsatzniveau von 2019 schneller wieder erreichen zu können.

„Die Prüftechnik-Branche ist sehr breit aufgestellt und liefert ihre Maschinen und Prüfstände in unterschiedlichste Branchen. Meist bedient ein Unternehmen ein oder mehrere Nischen. Dem entsprechend hängt die individuelle Umsatzentwicklungen und -erwartungen sehr von den einzelnen Kundenbranchen und auch den Regionen ab. Beispielsweise wird im Bereich E-Mobilität von guten Umsätzen berichtet, in der traditionellen Autoindustrie eher von stagnierenden oder rückläufigen Umsätzen, was aber zum Teil auch an der äußerst schwierigen Beschaffungssituation hängt,“ beschreibt Dr. Matthias Irle, EMG Automation und Vorsitzender der Fachabteilung Prüftechnik die aktuelle Lage in der Branche.

Engpässe in den Zulieferungen

Die Unternehmen der Branche kämpfen mit Problemen in der Lieferkette. Die Engpässe in den Zulieferungen zeigen sich am stärksten bei Elektronikkomponenten. Es bestehen aber auch gravierende und merkliche Engpässe bei Metallerzeugnissen und Kunststoff/Gummi-Vorprodukten.

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Fehlende Microchips bedingen oft ein teures Reengineering von Endprodukten. Ein weiteres Problem in der Branche ist der zunehmende Fachkräftemangel.

Gute Aussichten für 2022

Für das kommende Jahr gehen die Unternehmen der Prüftechnik von einem höheren oder zumindest einem gleichbleibenden Auftragseingang aus. Aus dem Inlandsmarkt erwarten die Unternehmen überwiegend einen leicht stärkeren Auftragseingang. Der Auftragseingang aus den EU-27 Partnerländer wird ebenfalls überwiegend positiv bewertet.

Aus dem Ausland sehen die meisten Firmen deutliche Wachstumsimpulse. Mit Blick auf die Exportmärkte stehen weiterhin China und die USA im Fokus. Aus China erwarten die Firmen eine deutliche Steigerung der Bestellungen. Die Orders aus den USA werden von den meisten Firmen als gleichbleibend eingestuft. Nur wenige Unternehmen gehen von einer leichten oder sogar deutlichen steigenden Nachfrage aus. Aber auch im internationalen Umfeld ist das Bild durch das heterogene Produkt- und Branchenportfolio geprägt. „Die Prüftechnik-Branche geht insgesamt optimistisch in das nächste Jahr. Wir rechnen mit einer Umsatzsteigerung von 5 Prozent,“ sagt Irle.

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