ifm auf der SPS 2025

Melanie Steinbeck,

Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette

Auf der SPS 2025 zeigt ifm, wie die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette praktisch umgesetzt werden kann. Im Gespräch erläutert Michael Marhofer, Vorstandsvorsitzender der ifm-Unternehmensgruppe, welche Technologien aktuell im Fokus stehen, welche Branchentrends besonders relevant sind und vor welchen Herausforderungen die Automatisierungsbranche in den kommenden Jahren steht. Außerdem berichtet er, was für ihn persönlich das Highlight der Messe ist.

Michael Marhofer, Vorstandsvorsitzender der ifm-Unternehmensgruppe. © ifm

Industrial Production: Herr Marhofer, welche Technologien stehen bei Ihnen im Mittelpunkt?

Michael Marhofer: Als einer der Pioniere im Bereich Industrie 4.0 zeigen wir in verschiedenen Anwendungsbeispielen unsere Lösungen für die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungskette gemäß dem Motto „Vom Sensor bis ins ERP“. Eine der zentralen Bausteine dafür ist unsere moneo-Plattform. Durch unseren Ursprung als Sensorhersteller spielen aber auch in diesem Jahr verschiedene Sensortechnologien eine große Rolle auf unserem SPS-Messestand.

Welcher Branchentrend hat für Ihr Unternehmen derzeit die größte Relevanz?

Michael Marhofer: Der Einsatz von KI ist aktuell sicher eines der wichtigsten Trendthemen. Bei ifm finden KI-Systeme ihre Anwendung in Lösungen auf der Sensorebene aber auch in der Digitalisierungsplattform moneo.

Wo sehen Sie die größten Herausforderungen für Ihre Branche in den nächsten zwei bis drei Jahren?

Michael Marhofer: Unsere größten Herausforderungen sehen wir derzeit sicher in der sich verändernden weltpolitischen Lage und den damit verbundenen Unsicherheiten. Eine unsichere und sich ändernde Handelspolitik der großen Wirtschaftsmächte, sich verändernde Lieferketten, gleichzeitig eine tiefgreifende Änderung der Prozesse durch Digitalisierung, ein starker Druck, effizienter zu werden, dabei gleichzeitig innovativ zu bleiben und weiteres Wachstum zu generieren auch gegen neu auftretende Wettbewerber zeigt, dass die Anzahl der Herausforderungen durchaus deutlich gestiegen ist.

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Was müsste sich aus Ihrer Sicht politisch oder gesellschaftlich ändern, damit die Branche wieder stärker wachsen kann?

Michael Marhofer: Unsere Branche wächst ja durchaus, wenn auch nicht so wie früher. Wenn damit Wachstum in Deutschland gemeint ist, dann muss sich unsere Gesellschaft und Politik mal wieder darauf besinnen, sich die Probleme ehrlich einzugestehen, diese anzusprechen und dann auch zu lösen. Wir können uns keine Tabus mehr leisten und müssen den Menschen mal die Wahrheit sagen und dann auch sagen, wie wir die Probleme angehen wollen. Das fehlt immer noch in diesem Land, weil man wohl glaubt, dass man dadurch Wähler verliert. Ich glaube am Ende ist es genau andersherum.

Und ganz persönlich: Was ist für Sie das Highlight an der SPS 2025?

Michael Marhofer: Ich genieße auf den großen Fachmessen vor allem den persönlichen Kontakt. Das gilt sowohl für die zahlreichen Kunden, die wir am Stand begrüßen werden, aber auch für unsere Mitarbeiter. Die Messe bietet hier eine gute Gelegenheit auch viele internationale Kolleginnen und Kollegen aus der ifm-Familie persönlich zu treffen.

Herzlichen Dank für das Interview.

Die Fragen stellte Melanie Steinbeck.

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