Geschäftsjahr 2020

Andreas Mühlbauer,

Endress+Hauser behauptet sich in der Krise

Endress+Hauser ist gut durch das Krisenjahr 2020 gekommen. Der konsolidierte Umsatz der Firmengruppe sank jedoch – stark beeinflusst durch Wechselkurs-Einflüsse – um annähernd 3 Prozent auf knapp unter 2,6 Milliarden Euro.

Endress+Hauser-CEO Matthias Altendorf. © Endress+Hauser

Selbst ein starkes Laborgeschäft konnte die Ausfälle im Bereich der Prozessautomatisierung, die von den Folgen der Coronavirus-Pandemie härter getroffen wurde, nur teilweise ausgleichen.

Während die Umsatzentwicklung im vergangenen Jahr damit deutlich hinter den Zielen blieb, hielt die Firmengruppe den Gewinn auf hohem Niveau. „Die finanzielle Solidität von Endress+Hauser hat in der Krise nicht gelitten“, sagt Finanzchef Dr. Luc Schultheiss. Das Unternehmen konnte Kurzarbeit vermeiden und sogar leicht Beschäftigung aufbauen. Ende 2020 zählte Endress+Hauser weltweit mehr als 14.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, über 100 mehr als vor Jahresfrist.

Endress+Hauser ist trotz Pandemie stets lieferfähig geblieben. „Wir haben die physische Distanz zu unseren Kunden durch digitale und emotionale Nähe überbrückt“, sagt CEO Matthias Altendorf. Der Firmenchef sieht das Unternehmen gut gerüstet, selbst wenn die nächsten Monate weiter unter dem Eindruck der Corona-Krise stehen sollten: „Unsere Innovationskraft ist ungebrochen. Wir werden 2021 mit so vielen Produktneuheiten in den Markt gehen wie noch nie.“

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Wirtschaftliche Erholung nicht vor Jahresende

Die Auswirkungen der Pandemie treffen einzelne Marktregionen, Kundenbranchen und Arbeitsgebiete weiterhin sehr unterschiedlich. Dennoch ist Endress+Hauser gut ins laufende Jahr gestartet. Die Firmengruppe rechnet 2021 mit Wachstum im einstelligen Prozentbereich, sieht den Gewinn aber stärker unter Druck. Eine grundlegende Erholung der globalen Wirtschaft erwartet das Unternehmen erst zum Ende des Jahres.

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