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Artikel und Hintergründe zum Thema

Nachhaltigkeit

Annina Schopen,

Durchblick im Energiemanagement

Die Regressions- und Korrelationsanalyse im Energiemanagementsystem ResMa von Weidmüller eröffnet Energiemanagern neue Möglichkeiten, Kennzahlen zu bereinigen, zu normalisieren und fundierte Entscheidungen zu treffen. Die Erweiterung hilft Unternehmen, die Anforderungen der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD) zu erfüllen.

Die Regressionsanalyse ermöglicht einen Überblick über den Energieverbrauch einer Anlage. © Weidmüller

Im Energiemanagement hängt der Energieverbrauch häufig von äußeren Faktoren ab – etwa vom Wetter. Ein Beispiel: Eine neue Klimaanlage wird angeschafft, um den Stromverbrauch zu senken. Im darauffolgenden Sommer ist es jedoch ungewöhnlich kühl. Der Stromverbrauch sinkt zwar, aber nicht unbedingt wegen der neuen Technik, sondern wegen der geringeren Außentemperatur. Wie lässt sich trotzdem nachweisen, ob die Investition wirklich erfolgreich war?

Genau hier setzt die Regressionsanalyse in ResMa an: Sie gleicht Einflussfaktoren wie Temperatur oder Sonnenstunden aus und normalisiert die Verbrauchsdaten. So entsteht unabhängig von schwankenden Rahmenbedingungen ein objektives Bild des Einsparpotenzials.

Der Weg zur Regressionsanalyse beginnt mit einer Korrelationsanalyse. Anwender untersuchen ihre Energiedaten auf Abhängigkeiten – zum Beispiel zwischen Tageshöchsttemperaturen, Produktionszeiten oder Sonnenstunden und dem Stromverbrauch einer Anlage. Die Berechnungen liefern Werte zwischen +1 (starke positive Korrelation) und –1 (starke negative Korrelation). Ein Wert nahe 0 zeigt, dass keine Korrelation besteht.

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Sind die relevanten Einflussfaktoren erkannt, folgt das Regressionsmodell. Dieses berechnet, wie sich bestimmte Variablen – etwa das Wetter – auf den Energieverbrauch auswirken und isoliert diese Effekte. Die Analyse erfordert kein tiefes Data-Science-Know-how: ResMa leitet Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess. Auch über das klassische Energiemanagement hinaus ist das Tool hilfreich. In der Produktion kann es etwa genutzt werden, um Qualitätsprobleme datenbasiert zu untersuchen. Gleichzeitig lassen sich Energieanomalien auf Maschinenfehler oder fehlerhafte Einstellungen zurückführen.

Fit für ISO 50006 – und die Zukunft

Energiemanagement rückt bei Unternehmen immer stärker in den Fokus. Vorangetrieben durch die neuen Richtlinien der EU, vor allem die CSRD, werden Unternehmen verpflichtet, genaue Aussagen über ihren Energieverbrauch zu tätigen. Das Energie- und Ressourcenmanagement-Tool ResMa ermöglicht Energiemanagement nach ISO 50001 und entspricht somit den EU-Vorgaben. Das Regressionsanalyse-Tool erweitert ResMa um Energiemanagement nach ISO 50006. Zusammen eröffnen sie Unternehmen die Möglichkeit, zukunftssicher zu planen und sich auf kommende gesetzliche Änderungen einzustellen.

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