digital networking days Nachhaltigkeit

Daniel Schilling,

Bestehende Produktionsprozesse ressourcenschonend optimieren

Am 28. September erklärt Hermann Diebold auf der Online-Konferenz praktische Ansätze zur klimaneutralen Anlage.

Hermann Diebold berichtet von seinen Erfahrungen aus der Praxis © Helmut Diebold GmbH

Die digital networking days Nachhaltigkeit 2022 widmen sich vom 27. bis zum 29. September 2022 der Frage, wie die Industrie Nachhaltigkeit praktisch umsetzen kann. In der Session 3 am 28. September um 14:00 teilt Helmut Diebold seine praktischen Erfahrungen.

Die Firma Diebold Goldring-Werkzeugfabrik in Jungingen betreibt eine klimaneutrale Fabrik mit Co2-neutralem Energiekonzept. „Durch ein ausgefeiltes Energiekonzept wird der Energieverbrauch auf ein Minimum gesenkt, das Ergebnis ist die klimaneutrale Fabrik mit nachhaltiger Produktion und um natürliche Ressourcen und die Gesundheit der Mitarbeiter zu schützen“, so der Inhaber Hermann Diebold.

Vollklimatisierte Produktionsräume

Die Firma Diebold betreibt vollklimatisierte Produktionsräume um die hohen Genauigkeitsanforderung für ihre Produkte zu erreichen und um Produkte mit Genauigkeit im tausendstel Millimeterbereich herzustellen. Diese Produktionsbereiche sind hocheffizient auf konstant 21°C temperaturgeregelt. Darüber hinaus wird auch das Kühlwasser der Maschinen genauso auf 21°C temperiert. Trotzdem ist nur wenig Fremdenergie dafür notwendig. 80% der Kühlleistung erfolgt durch freie Kühlung mit Luft bzw. Flusswassernutzung. Nur noch 20% werden über die Kältemaschine erzeugt.

Im ganzen Diebold Werk gibt es schon seit 2012 keine Brennstellen mehr für Öl, Gas oder andere Feststoffe. Heizenergie wird aus der Nachbarschaft von der Bioenergie Killertal bezogen, dort wird die Wärme mit nachwachsenden Rohstoffen erzeugt. Und mit der Photovoltaikanlage werden seit 2006 permanent 30 kW Ökostrom ins Netz eingespeist. Auch im Bestand wurde optimiert: Die neu ertüchtigte Halle 1 und das neu erstellte automatische Rohmateriallager haben eine Wärmerückgewinnung bekommen, die einen sehr hohen Wirkungsgrad erzielt und insgesamt 96% weniger Co2 erzeugt. Durch diese Investition verringert sich gleichzeitig der Co2 Ausstoß der gesamten Fabrik um 30%.

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