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Artikel und Hintergründe zum Thema

Roboter beim Kunststoffverarbeiter sorgen für Tempo

Das ungleiche Paar

Groß- und Kleinroboter arbeiten beim Kunststoffspezialisten Borscheid + Wenig für die automobile Teileherstellung. Im Werk Gersthofen finden sich wie selbstverständlich Roboter von Kuka.

Der KR60 L30-4 KS kommt bei der Entnahme der Kunststoffteile wegen der Reichweite und Flexibilität zum Einsatz.

Borscheid + Wenig hat sich seit mehr als 50 Jahren der Fertigung von Kunststoffkomponenten verschrieben. Als international operierender Industriebetrieb im Zuliefererbereich bietet das Unternehmen ein umfassendes Angebot von der Fertigung einzelner Komponenten bis hin zur kompletten Baugruppe. Dabei bedient der Kunststoffverarbeiter vor allem Kunden aus der Automobilindustrie. Vor zwei Jahren hat Borscheid + Wenig, die derzeit 451 Mitarbeiter beschäftigen, ein weiteres Werk in Gersthofen eröffnet.

Zwei Kuka Roboter teilen sich den Arbeitsraum in der kompakten Spritzgusszelle. (Fotos: Kuka)

Für einen namhaften deutschen Automobilhersteller fertigen die Kunststoffspezialisten dort unter anderem an einer Demag Spritzgussmaschine Abdeckungen für den Motorraum. „Dabei haben wir nach einer Lösung gesucht, die sowohl die Entnahme aus der Spritzgussmaschine als auch die Umlage in die Kavität und die Montagevorrichtung so präzise und wiederholgenau wie möglich umsetzt“, erklärt der Geschäftsführer der Borscheid + Wenig, Carlo Wenig. Um diese verschiedenen Arbeitsschritte in einer Anlage zu automatisieren, kam nur der Einsatz eines Industrieroboters infrage. Doch nicht nur dort: Auch die anschließende Montage von Clips in das Bauteil erfolgt in derselben Zelle vollautomatisch mithilfe eines Kuka Roboters. Die kompakte Zelle wurde von der SAR Group, einem zertifizierten Kuka Systempartner, entwickelt und umgesetzt.

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Ideale Nutzung des Arbeitsraums

Zunächst entnimmt ein Kuka KR60 L30-4 KS Roboter die halbfertigen Teile aus der Spritzgussmaschine. Die Hartteile werden in eine weitere Kavität umgelegt und die umgespritzten Halbfertigteile aus der Form entnommen. Anschließend werden die Angüsse entfernt und der Roboter legt das Bauteil in eine Montagevorrichtung. Hier übernimmt der zweite Roboter, ein Kleinroboter aus der Agilus Serie. Der kleine Sechsachser vom Typ KR10 R900 sixx ist platzsparend im unteren Bereich der sehr kompakten Zelle positioniert und greift von unten auf die Montagevorrichtung zu. Er prüft zunächst die letzte Füllstelle der Halbfertigteile mittels einer Cognex-Kamera. Mithilfe einer Greiferzange entnimmt er anschließend die zu montierenden Clips und setzt sie in das Halbfertigteil ein. Dabei erfolgt die Prüfung der Clip-Position ebenfalls mithilfe der angebrachten Kamera. An dieser Stelle übernimmt der KR60 wieder, er entnimmt die montierten Fertigteile von der Montagevorrichtung und legt sie auf einem Förderband ab, das die fertigen Teile abtransportiert.

Roboter ergänzen sich

Schnell und präzise setzt der KR Agilus Kleinroboter bei Borscheid + Wenig die Clips.

Der KR60 und der Agilus ergänzen sich in der kompakten Zelle bei Borscheid + Wenig ideal. Der KR60 mit seiner Traglast von 30 Kilogramm erreicht in der Ausführung als Konsolroboter maximale Reichweite und Flexibilität. Er erschließt den Arbeitsbereich von oben kommend nach unten und braucht dabei aufgrund seiner geringen Bauhöhe nur wenig Raum nach oben. Mit seinem geringen Eigengewicht erreicht der Konsolroboter eine hohe Dynamik und schnelle Zykluszeiten. Der Agilus setzt aus Kuka-Sicht wiederum Maßstäbe in Präzision und Geschwindigkeit. Mit zehn Kilogramm Traglast und 900 Millimeter Reichweite ermöglicht der Kleinroboter hohe Fertigungsqualität. Und das innerhalb kürzester Zeit. Mit seiner Schnelligkeit und hohen Präzision ist der Kleinroboter in der Lage, auch kleinste Bauteile schnell, aber genau auf einem Bauteil zu platzieren. Zudem ist das kompakte System aus Roboter samt zugehöriger Steuerung KR C4 auf kleinstem Raum einsatzfähig. bw

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