Roboter auf dem Bau sind bald denkbar
Hadrian, der stählerne Maurermeister
Roboter können bald auch mauern. Das zeichnet sich jetzt in Australien ab. Und zwar in einem erstaunlichen Tempo.
„John Henry made his fifteen feet, the steamdrill only made nine“, singt Harry Belafonte in seinem Song ‚John Henry’, in dem es um das – noch erfolgreiche - Aufbäumen der Arbeiter in den Kohlegruben gegen die Mechanisierung per Dampfbohrer geht. Die Maurer dagegen haben den Kampf schon verloren.
Bei einem Maurerwettbewerb legen Spitzenkräfte satte 750 Steine in der Stunde zu einer Mauer. Aber das ist noch gar nichts gegen die Leistung des stählernen Kollegen Hadrian, der eher wie ein gelber Kran aussieht – mit einer Armlänge von acht Metern. Der Prototyp mauert unermüdlich, wenn es sein muss im Dreischichtbetrieb und kann so theoretisch einen Rohbau eines Einfamilienhauses in zwei Tagen hochziehen. Seine Stundenleistung erreicht etwa 1.000 Ziegel, wie der Erfinder und Ingenieur Mark Pivac anmerkt.
Der Roboter, so verspricht Pivac, fräst die Steine millimetergenau zurecht und fügt sie zu einem Mauerwerk zusammen, das die Software mit einem 3D-Bauplan vorgibt.
Der Erfinder hat die Entwicklung mit rund sieben Millionen Dollar vorfinanziert und jetzt einen Investor gefunden, mit dem Hadrian zur Serienreife gebracht werden soll. 2017 soll das erste Modell von Fastbrick, der Hadrian 109, betriebsbereit sein. Der Bedarf ist durchaus vorhanden, da das Maurerhandwerk in jugendlichen Kreisen nicht gerade als attraktiv betrachtet wird – in Australien ebenso, wie in Europa. bw









