Denso auf der Automatica 2023
Ein neuer Maßstab für kollaborative Roboter
Auf der diesjährigen Automatica zeigt Denso Robotics seine Neuheiten im Bereich der Robotik. Im Mittelpunkt der Präsentationen steht die kollaborative Produktfamilie Cobotta Pro. Messebesucher können alle Varianten in verschiedenen Beispiel-Applikationen sehen.
Die neue kollaborative Produktfamilie verspricht maximale Effizienz und Produktivität für sichere MRK-Anwendungen auf Industrieniveau. Bei Live-Demonstrationen am Denso-Robotics-Stand B5.321 können Besucher die neue Cobot-Serie Cobotta Pro erleben, zum Beispiel an einer Echtzeit-Synchronisierungs-Applikation mit Scara-HSR-Roboter und dem Beckhoff-XPlanar-Transportsystem sowie Master/Slave Anwendungen mit einem Cobotta- und VMB-Roboter.
Vielfältige MRK-Einsatzmöglichkeiten
Die Cobotta-Pro-Modelle kombinieren alle Vorteile eines kollaborativen Roboters mit der Performance beziehungsweise Geschwindigkeit von Industrierobotern. Die Modelle Cobotta Pro 900 und Cobotta Pro 1300 Modelle seien die derzeit leistungsstärksten Roboter im Marktsegment der kollaborativen Roboter und eröffnen neue Dimensionen im MRK-Segment, so der Hersteller. Davon können sich Messebesucher am Messestand überzeugen und das vielfältige Anwendungsspektrum der Cobot-Modelle live erleben: Egal, ob es beispielsweise um das Greifen von losem Schüttgut mittels 3D-Vision geht, das Automatisieren komplexer und feinfühlig auszuführender Montageaufgaben, die ein hohes Maß an Wiederholgenauigkeit erfordern, oder eine Anwendung zur roboterbasierten, exakten Dosierung medizinischer Pulvermaterialien.
Der Cobotta Pro sei für nahezu jede Anwendung im MRK-Segment die ideale Lösung, meint der Hersteller Denso. Die Modelle bieten alle Leistungsmerkmale, um industrielle Prozesse im MRK-Segment effizienter und produktiver zu gestalten sowohl in der sporadischen Mensch-Roboter-Kollaboration – wenn also der Mensch nur selten in den Arbeitsraum des Botos eintritt – als auch in der kontinuierlichen Mensch-Roboter-Kollaboration.
Umfangreiche funktionale Sicherheitsfeatures
Die technische Ausstattung der Serie spricht für sich: Die Modelle 900 sowie 1300 bieten mit einer Traglast von sechs beziehungsweise zwölf Kilogramm, einer TCP-Geschwindigkeit von 2.100 beziehungsweise 2.500 Millimeter pro Sekunde und der hohen Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,03 und 0,04 Millimeter bemerkenswerte Leistungsmerkmale. Wie auch die erste, schon 2018 von Denso Robotics eingeführte kollaborative Roboterserie Cobotta haben die Pro-Modelle ein inhärent-sicheres Design und umfangreiche funktionale Sicherheitsfeatures erhalten – unter anderem dank der kontinuierlichen, sensorbasierten Überwachung von Drehmomenten und Geschwindigkeiten aller Achsen. Dabei kann die Arbeitsgeschwindigkeit mittels Sicherheitsscanner auf das Niveau von Industrierobotern gesteigert werden: Nähert sich ein Mensch, erfolgt die Geschwindigkeitsreduzierung, um eine Gefährdung des Menschen bei einer Kollision sicher zu vermeiden. Durch eine optionale, berührungsempfindliche Schutzummantelung mit integrierten, hochsensiblen Sensoren kann die Geschwindigkeit in einer Mensch-Roboter-Kollaboration beziehungsweise sporadischer Interaktion optional weiter erhöht werden.
Ideale Anbindung von Peripheriegeräten
Die Nutzung des vollintegrierten, echtzeitfähigen Beckhoff-Twin-CAT-Systems sowie die Möglichkeit, ein KI-basiertes Imitative Learning zu nutzen, ermöglicht es dem Cobotta Pro, über die kompakte Robotersteuerung CRC9 eine ideale Anbindung von Peripheriegeräten und Anlagenkomponenten herzustellen. So können selbst komplexe und umfangreiche Anwendungen in die Robotersteuerung CRC9 eingebunden werden.
Durch die Verwendung der Denso-eigenen Master/Slave-Funktion können Nutzer dank der Direct-Teach Funktion des Cobotta einen anderen Roboter, der sich in einer unzugänglichen Umgebung befindet, intuitiv bewegen und Positionen einlernen – das zeigt eine weitere Applikation am Messestand. Das Einlernen sowie der Betrieb auch außerhalb zum Beispiel eines Reinraums in der pharmazeutischen oder medizinischen Industrie ist damit möglich. So wird verhindert, dass Partikel in den Reinraum eindringen; die Kontamination durch Mitarbeiter wird vermieden.
Schutzklassen: ESD, ATEX und aseptische Umgebungen
Die Messepräsentationen werden durch verschiedene, neue Schutzklassen für Denso-Roboter abgerundet. Dazu gehört die ESD-Schutzklasse für die Elektronikindustrie zur sicheren Handhabung elektronischer Bauteile, etwa bei der PCB-Montage, Sichtprüfung, Produkttests und Verpackung. Bei all diesen Prozessen gefährden unkontrollierte elektrostatische Entladungen (ESD) die Produktintegrität. Um den Vorgaben der für die Elektronikindustrie weitgehend verpflichtenden ESD-Konformität, zu entsprechen, wurden die Roboterserien Scara HS-A1 sowie die Vertikal-Knickarm-VS-Modelle so modifiziert, dass sie den erforderlichen Grenzwerten entsprechen und damit die in der Elektronikindustrie so wichtige Produktintegrität sichergestellt ist.
Eine weitere Schutzklasse ist die EU-Richtlinie ATEX, die vor Gefahren bei der Verwendung von Geräten und Schutzsystemen in explosionsgefährdeten Bereichen schützen soll: Dafür wurden etliche Roboterserien so modifiziert, dass sie den Vorgaben für die Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen entsprechen. Auch für sterile Umgebungen liefert Denso Robotics mit dem VS-050S2 ein Gerät, das die strengen Anforderungen der pharmazeutisch-medizinischen Industrie erfüllt und entsprechend durch das Fraunhofer-Institut zertifiziert ist.












