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Artikel und Hintergründe zum Thema

Maßgefertigte Tischsysteme

Andreas Mühlbauer,

Prozessoptimierung beginnt am Arbeitsplatz

Im Zuge der Erweiterung eines Warendienstleistungszentrums wurden 120 Arbeitsplätze neu geplant und umgesetzt. Maßgefertigte Tischsysteme, Prototypentests und ergonomische Optimierungen bildeten die Grundlage für effiziente Prozesse und eine passgenaue Integration in die bestehenden Logistikabläufe.

Am Standort in Sachsenheim hat E. Breuninger sein Warendienstleistungszentrum um eine Halle erweitert. © Krieg

Bereits 2019 hat das Fashion- und Lifestyle-Unternehmen E. Breuninger ein Warendienstleistungszentrum in Sachsenheim bei Bietigheim-Bissingen gebaut, in dem sämtliche Logistikprozesse zur Belieferung der Department Stores sowie des gesamten Online-Shops gebündelt wurden. Darüber hinaus sind dort die hauseigene Content-Produktion und Teile der Verwaltung angesiedelt. Das Warendienstleistungszentrum wurde nun um eine weitere Halle erweitert. In dem Anbau wurden auf insgesamt drei Ebenen die Arbeitsplätze komplett neu eingerichtet.

Nach der Ausschreibung des großen Projektvolumens ging der Zuschlag an die Arbeitsplatzspezialisten von Krieg. Das Unternehmen mit Sitz in Heimsheim hat bereits das Bestandsprojekt ausgestattet. "Wir haben dem Kunden zügig sowohl ein Angebot als auch Zeichnungen zukommen lassen. Unser Ansinnen war es, gleich von Anfang an einen guten Eindruck zu machen, indem wir die Lösungsvarianten recht offen gestaltet haben. Das Gesamtprojekt übernehmen, betreuen und auch stemmen, das war unser Anspruch", erinnert sich Frank Ockert, Gebietsverkaufsleiter und Großkundenbetreuer bei Krieg.

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Im Vorfeld hatten sich alle Beteiligten viele Gedanken gemacht, wie die unterschiedlichen Bereiche aussehen sollen. Auf Grundlage dieser Vorlagen wurde konstruiert, geplant und vorgeschlagen. Die Ausstattung von Krieg sollte in verschiedensten Bereichen des Warendienstleistungszentrums zum Einsatz kommen. Im ersten Schritt wurde in einem kleinen Gremium beraten, die Funktionen diskutiert, mehrfach die Pläne umgeworfen und der Feinschliff gemacht. Erst dann wurden für die einzelnen Bereiche Prototypen gefertigt.

Mustertische ausprobiert

Frank Ockert sagt: "Mehrere Spezialisten haben ihre Ideen eingebracht, das war ein produktives Miteinander und ein reger kommunikativer Austausch. Unsere Mustertische wurden vor Ort montiert und bereitgestellt, von Mitarbeitern ausprobiert und verändert. Das Projekt war beratungsintensiv, denn es ging allen Beteiligten darum, die idealen Lösungen für den optimalen Arbeitsablauf zu finden. Genau diesen Service bieten wir."

Einige Tische haben Halterungen für Kleiderbügel und Anbauflügel erhalten, um Schuhkartons zu stapeln. In den oberen Arbeitsbereichen gibt es Werkzeughalterungen an den Rückwänden, die über die komplette Tischbreite angebracht sind, sodass die Mitarbeiter flexibel Ablagen einhängen können. Neben der Fördertechnik wurden Arbeitstische aufgestellt, von denen aus die bestmögliche Entnahme der Ware sichergestellt ist. Auch ein Überbau wurde über der Fördertechnik installiert, sodass Kästen und Kartons darunter hindurchpassen, gleichzeitig Platz gespart und kein unnötiges Material verbraucht wird. Bildschirm-, PC- und Getränkehalterungen haben zudem einen passenden Platz bekommen.

Die Arbeitstische neben der Fördertechnik sollen die bestmögliche Entnahme der Ware sicherstellen. © Krieg

Insgesamt wurden 120 Arbeitsplätze im neuen Gebäudetrakt aufgebaut. Die Anforderungen von Breuninger an die Arbeitsplätze sind hoch. Gerade im Kontext der örtlichen Gegebenheiten wurden die Arbeitsplätze millimetergenau zusammengestellt. Der Großteil wurde auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten. Heiko Dieterle, Projektinnendienst und stellvertretender Vertriebsleiter bei Krieg, berichtet: "Wir haben unsere Serie Workflex Multiplan herangezogen und diese dann entsprechend abgewandelt, denn es brauchte sowohl große wuchtige als auch kleine Tische. In Summe haben wir für Breuninger 280 Tische gefertigt, die meisten davon sind maßgeschneidert." Teilweise sind die Tische höhenverstellbar, sowohl mit Handkurbeln als auch mittels Klemmschrauben.

Ergonomie als wichtiger Aspekt

Die Erfahrungen und Rückmeldungen aus dem ersten Projekt sind in die neue Ausstattung eingeflossen, erst recht in Sachen Ergonomie. Heiko Dieterle sagt: "Wir haben explizit die Griffweiten und Tischhöhen angeschaut. Wohin muss der Mitarbeiter im Verlauf hinfassen, was benötigt er auf welcher Höhe und wie oft?" Aspekte wie Körperdrehungen und Materialnähe hatten Einfluss auf die Planung. Unterm Strich wurden deutlich angenehmere Höhen eingebaut, der Griff ist bequemer. Die Greifräume wurden im Entwicklungsverlauf mehrfach angepasst, der Überbau und die Höhe der Fördertechnik verändert sowie diverse Komponenten umgebaut. "Unsere Expertise in Hinblick auf Ergonomie ist sehr stark in das Projekt eingeflossen", fährt Dieterle fort.

Die Testaufbauten sowie die Prüfung und Optimierung der Muster dauerte etwa sechs Wochen, anschließend wurden die Arbeitsplätze acht Wochen lang produziert. Die Einrichtung ist in einer sachlichen Optik gehalten. Wie im Bestand zeigt sich auch die neue Ausstattung in der RAL-Farbe 7035 (Lichtgrau). Für die Montage vor Ort war ein enges Zeitfenster vorgesehen, um den operativen Start in der Halle West fristgerecht durchführen zu können. Der siebenköpfige Montagetrupp von Krieg war vier Wochen vor Ort, um in kurzer Zeit alles aufzubauen. Heiko Dieterle zieht sein Resümee: "Von der Entwicklung bis zur Optimierung war das Projekt sehr interessant und die enge Zusammenarbeit ist einmal mehr gelungen." Neben Stilbewusstsein und Trendgespür steht Breuninger für eine ausgeprägte Kundenorientierung: Serviceangebote wie der Special Service, das hauseigene Maßatelier, Click and Collect und Online-Reservierung, der Instore-Bestellservice sowie der Shuttle-Service sind stationär und online verfügbar. In Deutschland und Luxemburg gehören nunmehr zwölf Häuser mit rund 6.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Breuninger.

LogiMat, Halle 5, Stand 5F45

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