Meinung

Ein neuer Messe-Typ

Rainer Bachert, Projektleiter der Motek, blickt 30 Jahre zurück


Mit der Motek erblickte im Jahr 1982 ein neuer Typ Fachmesse das Licht der Welt. Als erste Fachveranstaltung überhaupt widmete sich die Motek „nur“ einem Themenkomplex, nämlich der „Rationalisierung durch Automatisierung“ in der Produktion und in der Montage. Dabei nahm die Motek von vorneherein eine klare Abgrenzung vor, in dem man die Nomenklatur strikt auf den Untertitel „Fachmesse für Montage- und Handhabungstechnik“ ausrichtete.

Daran hat sich bis auf technologisch erforderliche Anpassungen und die Internationalisierung bis heute nicht viel geändert: Motek Internationale Fachmesse für Montage, Handhabungstechnik und Automation. Zum Start im Jahr 1982, in der kleinen Messehalle Sindelfingen, meldeten sich 35 Aussteller an. Das überzeugende Konzept und die frühen Erfolge der Motek führten zu einem beständigen Wachstum, weshalb die Sindelfinger Messehallen bald buchstäblich aus den Nähten platzten und in der nahe gelegenen Klosterseehalle weitere Ausstellungsflächen angemietet wurden.

Mit dem 1990 vollzogenen Umzug ins eigene Messegelände nach Sinsheim fand die Erfolgsgeschichte ihre ungebremste Fortsetzung. In Sinsheim entwickelte sich die Motek zum international anerkannten wichtigsten Branchenevent mit 850 Ausstellern, die im Jahr 2004 eine Bruttoausstellungsfläche von 44.500 m2 in Anspruch nahmen. Mit über 30.000 Fachbesuchern aus aller Welt und einem ausländischen Anteil an Ausstellern von 20 Prozent konnte sich die Motek noch hier zur Welt-Leitmesse für die Produktions- und Montage-Automatisierung entwickeln. Um das nachhaltige Wachstum der Motek sicherzustellen, fand im Jahr 2007 der Wechsel in die neu erbaute Landesmesse Stuttgart statt.

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Damit konnte die Motek flächenmäßig in eine neue Dimension eintreten, was auch durch das Wachstum auf über 1.000 Aussteller und eine Bruttoausstellungsfläche von 60.000 m² zum Ausdruck kommt. Der Anteil an ausländischen Ausstellern mit über 20 Prozent und weit über 30.000 Fachbesucher aus 82 Nationen belegen die hohe Internationalisierung nicht nur der Motek selbst, sondern auch des globalen Geschäfts; dies im weiten Bereich der Produktions- und Montage-Automatisierung sowie des Industrial Handling in allen Industriebereichen.

Notiz am Rande: Von den 35 Ausstellern der 1. Motek in Sindelfingen halten zehn Unternehmen „ihrer“ Fachmesse seit 30 Jahren durchgängig die Treue und haben sich in unterschiedlicher Ausprägung ähnlich gut entwickelt; was sowohl für die Zukunftsfähigkeit der betreffenden „Alt-Aussteller“ als auch für die Motek als weltweit anerkannter Business-Plattform zu den Themen Handhabung, Robotik und Produktions-Materialfluss spricht.

Aus der kleinen Messehalle in Sindelfingen (unsere Bilder) ist die Messe bald herausgewachsen. Aussteller und Fachbesucher aus 30 Ländern der industrialisierten Welt und zunehmend auch aus Schwellenländern sehen die Motek inzwischen als „ihre“ Plattform für die gezielte Information und die direkte Kommunikation an.

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