Lineartechnik
Schnelle (Ein)Greif-Truppe
Die automatische Montage verlangt zunehmend nach schnelleren und genaueren Bewegungsabläufen. Aber nicht nur bei großen und schweren Brocken werden die Vorgaben immer strenger. Auch beim Greifen und Drehen von kleinen Teilen ist Geschwindigkeit und Präzision Trumpf. Da sich die daraus resultierenden Anforderungen mit AC-Motoren nur bedingt erfüllen lassen, werden kleine servogeregelte Drehachsen benötigt. Die sind dann mit pneumatischen oder elektrischen Drehdurchführungen sowie freien Anflanschflächen für Greifer und Linearachsen ausgerüstet.
Um den genannten Anforderungen gerecht zu werden, hat die Firma GAS aus St. Georgen im Schwarzwald ihr Lieferprogramm um getriebelose elektrische Rotationsachsen erweitert. Die Torquemotor-Achsen gibt es in drei Ausführungen für Drehmomente von 0,4 und 0,8 sowie 1,2 Newtonmeter. Sei haben eine hohe Dynamik und Positioniergenauigkeit. Bei einer Eigenmasse von ein bis zwei Kilogramm lässt sich eine Nutzlast (inklusive Greifer) bis zu zwei Kilogramm bewegen. Die Zykluszeit für eine Drehbewegung von zwei mal 180 Grad beträgt nur 120 Millisekunden bei einer Wiederholgenauigkeit von 0,001 Grad. Der Drehwinkelbereich unterliegt keiner Begrenzung und ist in beliebigen Zwischenpositionen frei programmierbar. Die Achs-Ausführungen erreichen eine Drehgeschwindigkeit von 900 min1. Durch diese technischen Spezifikationen gibt es für die getriebelosen Modelle beim Einsatz in Linearachsen oder kartesischen Robotern ganz neue Möglichkeiten. Sei es bei der lagegerechten Positionieren von Werkstücken oder beim drehmoment- und drehwinkelgerechten Eindrehen von Schrauben beziehungsweise Gewindeteilen. In all diesen Fällen sind die Achsen den flinken Händen erfahrener Monteure doch ganz klar überlegen.Wolfgang Schenk (ma)









