Lineartechnik
Saubere Klasse
Der Führungskörper der Positioniersystem-Serie STLVSZ 220/250/300 besteht aus einem Stahlvierkantprofil mit seitlich, parallel montierten, gehärteten Stahlwellen. Auf dem Führungskörper bewegt sich der Führungsschlitten mit einliegenden, spielfrei einstellbaren Laufrollen oder Linearkugellagern, der auf den Wellen über einen Zahnriemen verfahren wird. Die Zahnscheibe ist mit wartungsfreien Kugellagern ausgerüstet. Über eine Spannvorrichtung an den Enden ist ein einfaches Nachspannen des Zahnriemens möglich. Gleichzeitig können hiermit bei parallel zugeordneten Lineareinheiten die Führungsschlitten symmetrisch ausgerichtet werden.
Das System kann eine beliebige Länge haben, maximal 7.500 Millimeter aus einem Stück. Die Befestigung erfolgt über Gewindebohrungen und Montagesätze. Der Zahnriemen HTD mit Stahlgewebeeinlage verhält sich spielfrei bei Drehrichtungswechsel. Er weist eine Wiederholgenauigkeit von plus/minus 0,1 Millimeter auf. Die Verfahrgeschwindigkeit beträgt bis acht Meter je Sekunde.
Bahr-Positioniersysteme haben ein Reinraumzertifikat für die Reinheitsklasse 1.000 (nach dem US Federal Standard 209E).
Tool zur Lebensdauerberechnung
Zur Lebensdauerberechnung seiner Linearmodule entwickelte der Hersteller ein Excel-Makro. Es stellt ein geschlossenes Berechnungssystem mit festgelegten Konstanten dar. Die Arbeit mit dem Makro ist intuitiv und erfordert keine detaillierten Erläuterungen. Nach Betätigung der Schaltfläche „Start“ öffnet sich das Arbeitsfenster „Lebensdauerberechnung“. Der Anwender füllt die Eingabefelder mit den Belastungen Fy, Fz, Mx, My, Mz aus. Nach der Betätigung der Schaltfläche „Berechnen“ wird das Resultat in einem Ergebnisfeld angezeigt. Man kann zwischen vier verschiedenen Typen von Linearmodulen wählen und ferner die mittlere Verfahrgeschwindigkeit und den Sicherheitsfaktor variieren.
Der Ergebnisbereich lässt sich als Tabelle betrachten und wird in Form eines Berichts gespeichert. Wenn später die Bearbeitung der Daten eines bestimmten Projekts erforderlich wird, kann man die Belastungsdaten aus dem vorhandenen Bericht erneut laden. Gunthart Mau









