Industrieroboter
Hab Sonne in der Zelle
Derzeit entstehen überall hochautomatisierte Solarfabriken, die aus einzelnen Solarzellen komplette Module herstellen. Einer, der diese Automatisierung ganz aktiv mit voran treibt, ist Manz in Reutlingen. Denn Montage- und Fertigungsanlagen für die Solartechnik sind eine der Spezialitäten des schwäbischen Mittelständlers. Kein Wunder, ergänzen sich doch die Expertisen aus den anderen Geschäftsfeldern – Exotenbestücker für die Elektronikfertigung, Handling für die Wendeschneidplattenfertigung, Automatisierung im Reinraum – in idealer Weise: Handhabung, zum Teil mit selbstentwickelten Spezialreifern, von großen wie kleinen aber vor allem empfindlichen Bauteilen, eigene Steuerungs-Soft- und Hardware für Roboterkinematiken, Bilderkennungssysteme und das Prüfen und Klassifizieren von Bauteilen gehören in Reutlingen zum Alltag.
Nicht ganz alltäglich ist allerdings die Anlage, die die Solarfactory in Freiberg bei den Schwaben bestellt hat. Es galt Solarmodule mit einer Größe von bis zu 2200 auf 1200 Millimeter mit ein oder zwei Anschlussboxen zu komplettieren. Herausgekommen ist dabei eine, gemessen an der riesigen Modulgröße, sehr kompakte Anlage bestehend aus zwei Grundmodulen: einem Handlingsystem mit Vakuumgreifer, das die Solarmodule dreht und in Position bringt und einem SCARA-Roboter mit Werkzeugwechsler, der die Anschlussboxen aufbringt. Im engen Dialog mit dem Kunden entstand in nur sechs Monaten eine neue Anlage, die sicher nicht die letzte ihrer Art bleiben wird. Denn das Geschäft mit den Solarmodulen boomt und draußen brennt die grelle Sonne eines Jahrhundertsommers vom Himmel: Watt ein Wetter.mm








