Industrieroboter
Universell und wirtschaftlich automatisieren
Bei den zwei Kurz- und Langdrehautomaten-Baureihen von Traub stand schnell fest, dass sich die Schrägbettmaschinen nur von oben sinnvoll be- und entladen lassen. Außerdem waren diverse Kundenforderungen zu berücksichtigen: So mussten die Werkstücke im vorgereinigten Zustand auf Paletten gestellt und Zusatzaufgaben wie Waschen, Ultraschallreinigen und Trocknen übernommen werden. Was bedeutete: Ein Baukasten musste her, um ein Platz sparendes und gleichermaßen wirtschaftliches Handhabungssystem zu erhalten – das schließlich gemeinsam mit Festo entwickelt wurde – natürlich mit allerlei Pneumatikkomponenten der Esslinger.
Das modulare System kann rund 80 Prozent aller Bedarfsfälle weitgehend mit Standardmodulen abdecken, lediglich Paletten und Greifer sind werkstückspezifisch zu gestalten. Es transportiert je Greifer bis zu 1,5 Kilogramm schwere Teile, die einen Durchmesser bis 70 Millimeter – bei Stangenmaterial bis 36 Millimeter – und eine Länge bis 100 Millimeter haben dürfen. Basiselemente des elektromechanischen Positionierbaukastens sind ein Linearportal mit elektromotorisch angetriebenen Spindel- und Zahnriemenachsen sowie pneumatische Greifer.
Bei Drehautomaten mit Stangenmagazinen ist das Handhabungssystem 45 Grad diagonal zur Maschinenachse ausgerichtet, für das Zuführen von Roh- und das Abführen von Fertigteilen parallel zur Achse. Zwei- oder Vierfachgreifer – Einfachgreifer für die liegende, Schwenkgreifer für die stehende Ablage – holen das Fertigteil von der Gegenspindel des Drehautomaten ab, während auf der Hauptspindel noch bearbeitet wird. Das anschließende Palettiersystem hat eine Speicherkapazität für zwei bis acht Stunden Betriebsdauer. Neben Wasch- und Blasstationen lassen sich auch SPC-Schleusen, Mess- und Nacharbeitsstationen in die Linie integrieren. rm









